Ne Pas Toucher

geb. 02.05.2011

 

Belgischer Schäferhund / Malinois

 

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16. November 2014

 

Ich habe heute die Glühweinsaison eröffnet......bei Dauerregen und ekeligen 9 Grad haben Ne Pas Toucher und ich die IPO I "hingelegt" und bestanden. Mit der zweitbesten Fährte (92 Punkte), der besten Unterordnung (90 Punkte) und dem besten Schutzdienst (96 Punkte) konnten wir in der Gesamtbewertung mit 7 Punkten Vorsprung auch gleichzeitig den Tagessieger machen.

 

Angesichts der grauenvollen Platzverhältnisse (eine reine Schlammwüste) bn ich froh, dass keiner zu Schaden gekommen ist. Der Helfer hat wirkliche Höchstarbeit geleistet. Und das Fährtengelände stand zum größten Teil knöchelhoch unter Wasser. Aber wir haben es geschafft.....

 

Habe ich schon erwähnt? Neps hat die IPO I.... Ich bin megastolz auf meine "Kackbratze".....

Und wie der Leistungsrichter so schön und treffend sagte: Danke allen sichtbaren und unsichtbaren Helfern. Die "sichtbaren" Helferlein, die im Vorfeld und vor Ort geholfen haben und die "unsichtbaren" Helfer, an die eigentlich kaum jemand denkt - die Übungsleiter, Fährten"gurus" und Schutzdiensthelfer.....DANKE!

 

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09. Juni 2013

 

Mein Schnappi Ne Pas Toucher von den kleinen Helden und ich haben heute erfolgreich die Begleithundeprüfung bestanden. Ich bin mega stolz auf meine kleine Kackbratze.

 

Und als Belohnung hat sie von mir diesen Plüschaffen bekommen. Leider hat er ganz schnell sein Leben ausgehaucht, weil er von Neps skalpiert, geköpft, amputiert und ausgeweidet wurde. Beerdigt habe ich ihn dann.

 

 

 

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02. März 2013

 

Heute war ich mit Neps fährten und habe das mal wieder filmen lassen. Das mache ich zwischendurch ganz gerne um zu schauen, wie intensiv sie sucht (das kann ich von meiner Position hinter ihr immer schlecht beurteilen) und ob ich beim Führen irgendwelchen Mist baue. ;)

Nach wochenlangem Schnee hier war es das erste Mal wieder, dass wir schneefreies Gelände erwischt haben. Eine Wiese mit Hanglage, am Wald, mit viel Wild in der Dämmerung und leider auch vielen Besucherhunden und deren Zweibeiner tagsüber. Aber egal - das Gelände war wirklich anspruchsvoll, durchsetzt mit Reifenspuren (von den lieben "Grünröcken" in ihren Jeeps), zig Löchern von buddelnden Hunden, Hundekot und auch Ausscheidungen von Wild. Und es war windig und kalt.

Bisher habe ich nur einen Gegenstand am Ende der Fährte gehabt. Futter auf der Fährte nur noch alle 10 - 12 Schritte, zwischendurch mal 3 Schritte hintereinander. Ich denke, jetzt wird es Zeit, die Gegenstände intensiv zu arbeiten. Was ich bisher noch nicht gemacht habe, weil ich erst die Sicherheit auf der Fährte möchte, bevor ich den nächsten Schritt mache.

Habe ich schon erwähnt, dass ich die Fährtenarbeit liebe?Zwinkernd

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13. Februar 2013


Wintertraining in einer Halle - es macht wirklich Spaß. Kein Frieren, kein Regen, kein Schnee - so kann man auch den Winter schön überbrücken. Und wir haben mit dem Sprungtraining angefangen. Hier ein kleines Video von letzter Woche - Unterordnung und Sprünge.

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30. Januar 2013

 

Auch wenn sie mit 20 Monaten noch sehr jung für eine Mama ist - pünktlich 62 Tage nach der Standhitze und auf Rammsteins 7. Geburtstag hat heute Ne Pas Toucher von den kleinen Helden ohne Hilfe 2 gesunden Schreihälsen das Leben geschenkt. Ich bin völlig überrascht und geplättet - hat doch körperlich nichts, aber auch überhaupt nichts auf dieses Ereignis hingedeutet. Schlank wie immer, frech wie immer, verschmust wie immer, zickig wie immer, verfressen wie immer. Liegt das an dem wirklich winzigen Wurf?

Und Madame ist so fürsorglich und eine regelrechte "Über-Mutter", dass Rammstein und Juma es momentan tunlichst vermeiden, auch nur in ihre Nähe zu kommen.

Darf ich vorstellen? Unser A-Wurf, Namen wurden schon vergeben: Da ist Herr Blau, der den Namen: "Au weia" von den Apricker Wölfen erhält. Und dann ist da noch Herr Schwarz, demnächst nur noch als: "Ach du Schreck" von den Apricker Wölfen benannt.

Nur - ich frage mich die ganze Zeit: WER IST DER PAPA dieser Schreihälse?

 

Nee, Spaß beiseite: Neps ist scheinträchtig. Und die Übermutter macht hier alle fertig. Gott sei Dank beschränkt sich ihr Mutterdasein momentan nur auf ihren blauen Quietschball und ihren schwarzen Quietschknochen, die ich bereits zu einer "Amme" gegeben habe.

 

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02. Dezember 2012

 

Ein kleines UO-Video von Neps und mir vom heutigen Tage. Langsam funktioniert unsere Zusammenarbeit auch auf dem Hundeplatz. Zwinkernd

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September 2012: Tagebuch eines Urlaubshundes:

Sachsen-Anhalt. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer des Malinois Ne Pas Toucher von den kleinen Helden und ihren Freunden Rammstein raus aus dem Kühlschrank und Juma runter vom Sofa.








Tag 1:
Unseren diesjährigen Urlaub verbringen wir mit unserem Frauchen in Sachsen-Anhalt. Nach fast 6-stündiger Fahrt sind wir wohlbehalten in Magdeburg eingetroffen. Nachdem ich mich schon zuhause vehement geweigert habe, in den Hundeanhänger zu steigen, durfte ich die Reise im Bus in der Hundebox verbringen. First Class sozusagen. Also so, wie es sich für eine kleine Heldin geziemt.




Tag 2:
Habe Frauchen heute um 5.00 Uhr geweckt. Ihr Wecker scheint hier einfach nicht zu funktionieren, denn schließlich steht sie zuhause immer um 4.00 h auf. Begeistert war sie allerdings nicht und hat gegrummelt, dass ich die nächste Nacht im Hundeanhänger verbringen werde. Von mir aus! Mein Weckschrei ist so laut, dass auch die Nachbarschaft gleich garantiert mit aufsteht.




Tag 3:
Mein Fährtentraining beginnt. Wo ich zuhause fast ausschließlich auf Wiesen mein Riechorgan geschult habe, hat Frauchen das Training hier komplett auf Acker verlegt. Frauchen strahlt - kilometerlanges Gelände, soweit das Auge reicht. Sie ist begeistert. Und ich auch. Wird doch meine tägliche Futterration um ein vielfaches erhöht.




Tag 4:
Hier ist das Schlaraffenland! Und mich hat das Jagdfieber gepackt. Seit heute heiße ich Killer-Neps oder Neps, der Mauswanderer. Ich habe nämlich meine erste Maus erlegt. Das war irgendwie richtig unheimlich. Da laufe ich so die Feldwege entlang, wo Unmengen an Mäusen wohnen. Und beim genaueren Betrachten ist mir da eine regelrecht ins Maul gesprungen. Anders kann es nicht sein. Ich habe versucht, ob man sie fressen kann, aber festgestellt, dass Mäuse nicht so wirklich meine Geschmacksrichtung sind.




Tag 7:
Frauchen ist stinkig! Und nur, weil ich in den letzten Tagen meinen Job als Wachhund ernst und gewissenhaft nachgegangen bin. Rammstein, Juma und ich sind, wenn wir nicht unterwegs sind, tagsüber an langen Leinen am Bus angebunden. Und jeder, der am Bus vorbeigeht, wird von uns gemeldet. Und um eine noch abschreckendere Wirkung bei den Eindringlingen zu erreichen, kommt es zwischendurch einfach vor, dass sich meine Zähne vor Wut im Boden des Zeltes verbeißen. Oder in den Spannseilen des Zeltes. Oder in den Laken, die Frauchen als Sonnenschutz für uns aufgespannt hat. Oder in den Schuhen von Frauchen, die sie im Zelt stehen hat. Oder……..




Tag 8:
Nachdem auf dem Nachbargelände, auf dem sich eine Motocross-Bahn befindet, die ganze Woche schon gehämmert und gewerkelt wurde, sind heute Unmengen an Autos, Wohnwagen, Verkaufsständen und Wohnmobilen eingetroffen. Und so stehen die Wohnwagen dicht an dem Zaun, wo Juma, Rammstein und ich während der Pausen an langen Leinen, geschützt durch unseren Campingbus und das Buszelt, angebunden sind. Und seit heute weiß ich und habe es mit eigenen Augen gesehen, dass auch die Zweibeiner ihr Revier markieren. Eine Frechheit insofern, weil sie ihre Duftmarken direkt an die Grenze unseres Reviers setzen.




Tag 9 und 10:
Fährtenpause!!!!! Da auf dem Nachbargrundstück ein großes Motocross-Rennen stattfindet und hier wegen der vielen Besucher sogar ein Teil MEINES Fährtengeländes als Parkplatz benutzt wird, hat Frauchen eine Fährtenpause angeordnet. Selbst der Gassigang mit uns ist ein Spießrutenlauf geworden, weil hier Unmengen an Autos, Menschen, Motorrädern und Besucherhunden herumlaufen. Frauchen allerdings sagt, eine bessere Übung für ein Schnappi wie mich gibt es nicht und dreht mit mir kleine Runden durch die Massen. Der Lärm von den Motorrädern, der Gestank, den die von sich geben, der lockende Duft der „Fressbuden“, andere Artgenossen, Kinder und Erwachsene sind für mich allerdings kein nervenaufreibendes Abenteuer mehr. Und so laufe ich neugierig und locker neben Frauchen her und sorge für ein mega-stolzes Strahlen auf ihrem Gesicht.




Tag 11:
Der Urlaubsalltag hat uns wieder. Und besteht woraus? Na, was wohl? Ja, Fährten. Und wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze, die hier herrscht, hat Frauchen mit dem Fahrrad die Gegend erkundet und neuen Fährtenacker gesucht. Weil unser Campingbus momentan nicht als Auto fungieren kann, durfte ich heute das erste Mal zum Fährtengelände neben dem Fahrrad herlaufen. Ich bin begeistert! Einfach nur klasse!!!!! Stellt euch zwei immer rollende Gummiringe vor, die nie stoppen. Und ein Frauchen, was in der Mitte davon sitzt und die Dinger am Laufen hält. Das ist Action pur! Jetzt erst weiß ich, was mir täglich entgeht, wenn Frauchen mit Rammstein und dem Fahrrad für mindestens eine Stunde unterwegs ist. So locker und fröhlich wie heute bin ich selten im Fährtengelände angekommen. Nur Frauchen wirkte diesmal ziemlich geschafft……




Tag 12:
Frauchen hat heute mit mir geschimpft. Killer-Neps oder Neps, der Mauswanderer, hat wieder zugeschlagen. Allerdings ist mir die Maus nicht ins Maul gehüpft wie beim letzten Mal, sondern ich habe dafür gesorgt, dass sie den Weg dahin findet. Und habe heute mal neugierig geschaut, wie sie auf bestimmte Sachen reagiert. Eben Jugend forscht! Eingefangen, wieder ausgespuckt, sie zum Weglaufen mit der Pfote animiert. Frauchen war richtig stinkig und hat gesagt, ich solle mich wie ein Hund benehmen und nicht wie eine Katze. Dann hat sie Rammstein gerufen, damit er erledigt, was ich noch nicht erledigen wollte. Doch das habe ich nicht zugelassen und die Maus in meinem Maul versteckt und bin davon getrabt in der Hoffnung, Frauchen sieht das nicht. Hat nicht funktioniert. Allerdings ist die Maus noch in meinem Maul verstorben. Sie mitnehmen, um sie wenigstens noch im Zelt zu obduzieren, durfte ich trotzdem nicht.




Tag 13:
Mein großer Tag! Frauchen hat heute, weil es kühler war, alle 3 Wölfe zu einer Radtour quer durch die Felder mitgenommen. Und weil ich den Anschluss an Juma und Rammstein und Frauchen nicht verpassen wollte, habe ich mich benommen und die rollenden Gummiringe in Ruhe gelassen. Habe es sogar geschafft, so eben im Vorbeilaufen meinem Mäuse-ich-finde-und-schnappe-euch-Hobby eifrig und erfolgreich nachzugehen.




Tag 14:
Abreisetag. Schon frühmorgens hat Frauchen alles in den Bus gepackt, weil Regen angesagt worden war. Der kam aber nicht. Dafür sind wir dann noch Fährten gegangen. Unsere letzte Fährte hier. Frauchen hat geseufzt angesichts der vielen Äcker, auf denen wir noch nicht suchen waren.



Frauchen fällt der Abschied schwer. 2 Wochen Fährten, Wandern, Radfahren, Natur pur. Aber ich freue mich auf Zuhause – hat meine Nase doch in den letzten beiden Wochen Schwerstarbeit leisten müssen, wird es nun wirklich langsam für meine Zähne Zeit, dass auch sie etwas zu tun bekommen. Schutzdienst……ich koooooommmmeeeee!!!!

Wir verlassen Sachsen-Anhalt, das Land der Windräder und unendlichen Ackerflächen, der Traum oder auch Alptraum eines jeden Fährtenhundes, das Schlaraffenland für alle Mäusejäger, ein Königreich der Stare, Roten Milane und Bussarde und zu guter Letzt eine ganz tolle und besondere Trainingsgruppe – die Kreuzgrundler. Ihr seid einfach klasse!

Aber Frauchen hat, je näher wir uns unserem Zuhause näherten, wieder gestrahlt. Und ich befürchte, das lag einzig an den riesigen abgemähten Wiesen, an denen wir vorbeikamen.

Und jetzt noch ein paar Urlaubsimpressionen………







 

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15. Juni 2012:

 

 

Ein Zusammenschnitt aus etwas Fährte, Unterordnung und Schutzdienst der letzten 4 Monate meiner jetzt 13 Monate alten Ne Pas Toucher von den kleinen Helden. Diese kleine "Mistbratze" macht einfach riesigen Spass! {#emotions_dlg.love}

 

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2. Mai 2012

 

 

Happy Birthday, mein kleiner Sonnenschein. Alles Liebe zu deinem ersten Wiegenfest.

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Ne Pas Toucher im September 2011 - mit knapp 5 Monaten

 

Die Mali-Katze

 

Der Körper geschmeidig, die Rute ganz lang,
schleich ich mit leisen Schritten die Wege entlang.

 

Die Augen zu Schlitzen, die Ohren gespitzt,
komm ich in geduckter Haltung angeflitzt.

 

Um dann mit einem einzigen Satz
Die Maus zu erlegen - wie eine Katz.

 

Ich bin eine Katze, das ergibt einen Sinn,
denn mein ganzes Verhalten deutet nur darauf hin.

 

Auch das lästige Streifentier,
bekommt zwischendurch mächtig Prügel von mir.

 

Nur in Bezug auf Wasser da frag ich mich,
lieben die Katzen das Baden genauso wie ich?

 

Doch nach dem Baden seh ich aus wie ein Schwein,
in mir muss wohl viel mehr Malinois sein.

 

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Juli 2011: Ne Pas Toucher.....im Kindergarten,.....

 

…im Kindergarten, da fangen alle mal als kleine Welpen an…..

10 Wochen bin ich heute alt geworden. Und bin mittlerweile 34 cm groß und wiege 7,5 kg. Jaaa…. Ich bin älter geworden. Und seit ein paar Tagen widerstehen auch meine Ohren der Erdanziehung und schauen in den Himmel.



Seit 2 Wochen lebe ich jetzt mit den Wölfen und meinem neuen Frauchen zusammen. Langsam hat sich bei uns allen ein fester Tagesablauf eingependelt. Der sieht für mich so aus, dass ich vom Schlaf wach werde, meinen Toilettengang erledige, fresse, spiele und wieder schlafe. Und das jetzt schon im 3 - 4-Stunden-Rhythmus. Frauchen darf jetzt auch schon mal nachts 4 Stunden schlafen…..ich finde, ihr Teint hat sich dank meiner grenzenlosen Rücksichtnahme wirklich gebessert. Auch mit der Box, in die ich während der Abwesenheit meines Frauchens muss, habe ich mich mittlerweile arrangiert. Seit bei einer meiner Brüllattacken die Box sich an mir gerächt hat, indem sie mir ein Glas mit Wasser ins Gesicht geschüttet hat, habe ich wirklich gegrübelt und bin jetzt der Meinung, dass der Aufenthalt in der Box doch nicht sooooo schlimm ist. Außerdem belohnt mein Frauchen mich immer mit einer besonderen Leckerei in der Box. Auch nachts gehe ich freiwillig dorthin zum schlafen, weiß ich doch, dass Frauchen und die Wölfe auch bei mir sind.



In meinem ersten Tagebucheintrag habe ich ja erzählt, wie bekloppt die Menschen auf wuschelige Welpen reagieren. Wie sie sich auf uns mit lauten Entzückensschreien stürzen wollen. Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich damit ein massives Problem habe. Ich entscheide selber, wen ich mag und von wem ich mich anfassen lassen möchte. Da ist es mir egal, ob Männlein oder Weiblein oder Menschenwelpen. Die können noch so sehr locken – mag ich sie nicht, ignorier ich sie völlig. Und kommen sie – ohne Vorwarnung und völlig unerzogen – auf mich zugerannt und wollen mich mit allen Mitteln begrabschen und knuddeln oder – was noch schlimmer ist – auf den Arm nehmen, zeige ich meinen Unwillen mit grollender Stimme oder auch unter massivem Einsatz meiner Milchzähne. Frauchen schimpft dann nicht, sondern bringt diesen Menschen erst einmal das Hundeinmaleins bei. Und siehe da…..hocken sie sich hin und lassen mich entscheiden, ob ich Kontakt möchte oder nicht, lasse ich mich meistens breitschlagen. Es geht doch…..nicht nur ich besuche den Kindergarten, sondern auch die Zweibeiner.



Juma, die Holländische Schäferhündin von Frauchen, ist meine beste Freundin geworden. Wir beide verstehen uns so gut, dass wir überall unsere Kämpfe austragen. Und Juma ist dabei so geduldig und liebevoll, dass Frauchen wegen unseres Größen- und Gewichtsunterschiedes bei unseren Spielen überhaupt keine Sorgen mehr hat, dass mir was passiert.



Einzig Rammstein, mein „Rasse-Artgenosse“, ist immer noch etwas stinkig, dass ich da bin und hofft wohl noch täglich, dass ich nur urlaubsbedingt hier bin und endlich bald die Koffer packe und abhaue. Obwohl…….immer öfter steht er mit einem Spielzeug da und fordert mich auf, ihm hinterherzulaufen. Zwar sind das nur immer kurze Momente, aber es wird. Auch draußen passt er schon höllisch auf mich auf. Bin ich der Meinung, dass ein Feind auftaucht und warne Juma und ihn, ist er sofort zur Stelle und peilt die Lage.



Komisch finde ich den Besuch von meinem Frauchen. Obwohl es doch draußen wirklich warm ist, kommen Freunde und Familie von Frauchen dick angezogen zu uns. Bei 30 Grad haben die doch wirklich langärmelige Pullover, lange Hosen, dicke Schuhe und z.T. auch Handschuhe an. Und weil ich das wirklich zu warm finde, helfe ich ihnen, ihre Schuhe auszuziehen und die Handschuhe abzulegen. Dabei stoßen sie immer ganz begeisterte Quietschlaute aus.



Ich habe hin- und herüberlegt, ob ich meinen täglichen Erfahrungsschatz an andere Hunde weitergebe. Und habe mich entschlossen, hier eine Rubrik „Galileo für die Hundewelt“ zu eröffnen. Hier sind meine ersten Einträge:

1. Wusstet ihr, dass eine Rolle Toilettenpapier von Frauchen 21,60 Meter lang ist? Ich habe das akribisch vom ersten bis zum letzten Blatt erforscht.

2. Wusstet ihr, dass man aus einem Wassernapf nicht nur saufen, sondern auch super die Pfoten waschen kann? Momentan übe ich, beides gleichzeitig zu machen. Ich werde euch berichten.

3. Wusstet ihr, dass man mit dem Herunterziehen einer Tischdecke vom Tisch zaubern kann? Da kommt nämlich nicht nur die Tischdecke herunter, sondern auch so tolle Sachen wie Obstschalen mit Obst und Blumenvasen mit Wasser und manchmal auch das Essen von den Zweibeinern.



So, das war es wieder für heute. Frauchen und wir Wölfe müssen gleich auf dem 87. Geburtstag ihres Vaters helfen. Ich freue mich schon darauf…….

Liebe Grüße

Eure Forscherin Ne Pas Toucher

 

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Juni 2011: Ne Pas Toucher – ich bin daaaaa!

Hallo, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Ne Pas Toucher von den kleinen Helden und ich bin – wie man sieht – eine kleine Malinois-Hündin im „zarten“ Alter von 8 Wochen (haha, Frauchen lacht gerade…..zart ist nur das Alter – ich wiege immerhin schon 5,5 kg).



Eigentlich sollte ich in den Dienst gehen – tja, wenn da nicht dieser kleine Unfall passiert wäre, der mir eine Verletzung am Auge eingebracht hat. Und so endete mein Dienstverhältnis bereits, bevor es überhaupt angefangen hatte.

Kennt ihr die Wirkung von kleinen, wuscheligen Welpen auf Zweibeiner? Kennt ihr die verzückten Schreie von hundebekloppten Menschen beim Anblick eines Welpen? So muss es auch für mein neues Frauchen gewesen sein, als sie anlässlich des Malinois-Forentreffens einen Abstecher zu meinen Geschwistern und mir machte……nur zum Anschauen, nicht zum Anfassen. Wie mein Name es schon sagt.



Aber dabei ist es nicht geblieben. Weil sie sich in mich verliebt hat und nach vielen, vielen Stunden des Grübelns (sie wollte doch erst wieder in 3 Jahren einen Welpen holen – echt konsequent diese Zweibeiner!), ist sie jetzt noch einmal nach Magdeburg gefahren, um mich weg von meinen Geschwistern und meiner ersten Heimat in eine weit entfernte Stadt zu 2 bereits vorhandenen großen Hunden zu holen.



Und schon auf der stundenlangen Fahrt, die ich auf dem Schoß meines neuen Frauchens in einer Box verbracht habe, kam mir meine wirklich erstklassige Welpenstube zugute. Ich habe nicht geweint, habe mich stattdessen beschmusen lassen, meine Umgebung neugierig betrachtet und viiiel geschlafen. Vorgeschlafen. Denn in meinem neuen Zuhause angekommen musste ich erst einmal alles begutachten und die vorhandenen Hunde Juma und Rammstein ordentlich anbrummen, um ihnen zu sagen, dass jetzt hier ein anderer Ton herrscht. Juma ist seitdem beleidigt und hat mich die ganze Nacht und den nächsten Tag völlig ignoriert. Nur Rammstein, der mir auf meine – na ja, ehrlich gesagt, nicht so nette Begrüßung – auch ebenso gekontert hatte, ist mittlerweile völlig fasziniert von mir und verfolgt mich seitdem in der Wohnung auf Schritt und Tritt. Allerdings eher aus den Gründen, dass Spielzeuge, die die letzten Jahre von ihm nicht angesehen wurden, mit meinem Einzug wieder hoch interessant geworden sind.



In meinem neuen Zuhause werde ich – genau wie die beiden Wölfe auch – komplett gebarft. Heute habe ich zum ersten Mal neben meiner gewolften Fleischmahlzeit frische Hühnerhälse bekommen. Für mich überhaupt kein Problem. Frauchen muss mich sogar von den Wölfen trennen, wenn es Futter gibt. Denn ich bin so verfressen, dass ich schon zweimal versucht habe, Juma oder Rammstein ihr Futter streitig zu machen. Rammstein wurde daraufhin ein ganz klein bisschen wütender als bei meiner Begrüßungsansprache. Aber nur ein ganz kleines bisschen……ich denke bestimmt, dass wir uns in diesem Punkt bald einig werden.

Frauchen ist total begeistert von mir. Ich bin nämlich stubenrein. Jaaa, auch wenn das keiner glaubt, aber wenn ich nachts in der Box neben meinem Frauchen schlafe, melde ich mich alle 2 – 3 Stunden, wenn ich raus will. Und Frauchen flitzt nach jedem Schlafen, nach jedem Fressen und zwischen meinen wilden Spielen in der Wohnung immer mit mir nach draußen auf die Wiese, wo ich brav alles erledige. Irgendwie wirkt Frauchen momentan nicht mehr ganz so frisch wie bei unserem Kennenlernen.



Ein Manko habe ich allerdings – ja, ich muss ja nicht alles mögen und mir alles gefallen lassen. Und das ist das Eingesperrtsein in der Box. Auch wenn Frauchen mich in der Box immer füttert und mich in die Box legt, wenn ich in irgendeiner Ecke der Wohnung eingeschlafen bin, mag ich die Box nicht. Und das gebe ich in brutalster Weise kund. Es fängt an mit einem Jammern und Heulen. Wenn das nichts bringt komme ich richtig in Stimmung. Dann brülle ich wie am Spieß und versuche, die Gitter der Box mit meinen Zähnen zu öffnen. Ich kratze und beiße und brülle und tobe wie eine Furie. Frauchen überlegt gerade, ein Patent anzumelden, um demnächst alle Alarmanlagen mit meiner Stimme auszustatten. Denn ich habe ein so mächtiges, grelles und durchdringendes Organ, dass dann garantiert jeder Einbrecher lieber das Weite suchen wird.



Das war es erst einmal für heute. Frauchen fährt mit uns gleich zum Training von Rammstein.

Liebe Grüße

Euer „kleines Grauen“ Ne Pas Toucher

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