Gedichte und Geschichten

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Eine Rose leg ich nieder,
für jedes Unrecht, was getan,
traurig schließ ich meine Lieder,
weil ich´s nicht ertragen kann.

 

Sagt, wann endlich seht ihr ein,
dass kein Hund den Schmerz vergisst.
Dass jeder Weg und jeder Stein,
schon heute voll von Rosen ist.


Benjamin – Animals-Voice.com

 

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Wegsehen ist zu einfach, hinsehen schwer zu ertragen. Aber wegsehen und zu sagen „ich kann das einfach nicht sehen“ und weitermachen wie bisher, ist verwerflich.

 

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Fürchte dich nie, nie, niemals davor, das zu tun, was richtig ist, speziell dann, wenn das Wohl eines Menschen oder eines Tieres auf dem Spiel steht. Die Strafe der Gesellschaft ist nichts verglichen mit den Wunden, die wir unserer Seele zufügen, wenn wir wegschauen. (Martin Luther King)

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Jedes Mal, wenn ich einen Hund verliere, nimmt er ein Stück meines Herzens mit sich. Und jeder Hund, der in mein Leben tritt, schenkt mir ein Stück von seinem. Wenn ich es schaffe, lange genug zu leben, werden alle Teile meines Herzens von den Hunden stammen, und ich werde genauso großherzig und gut sein, wie sie es sind.

 

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Die Nacht bricht herein, doch die Bilder bleiben.

nichts schafft es, diese zu vertreiben.

Eingebrannt in Hirn und Herz,

ich spür ihn körperlich, den Schmerz.

 

Gequälte Seelen, flehende Augen,

WIE? Soll ich da noch an Gutes glauben?

Es raubt mir den Schlaf, schürt die Wut in mir,

auf jeden Verantwortlichen für das Grauen hier.

 

Für ALLE Tiere, die hier Opfer sind,

wir vergessen euch nicht, wir sind nicht blind!

 

Wir sehen das Leid und die grausamen Qualen,

die Schuldigen werden dafür bezahlen.

Wenn nicht jetzt, dann sicher im nächsten Leben,

denn MÖRDERN wird niemals mehr vergeben!!!!

(Elke Cremer)

 

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Nicht jede Hand, die ich hielt, hatte es verdient…….aber jede Pfote!

 

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Behandle jedes stressige Problem, wie es ein Hund tun würde: Wenn du es nicht essen oder damit spielen kannst, dann pinkle drauf und geh weiter.

 

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Meine Nase in Deinem Fell zu vergraben, auch wenn Du gerade nass geworden bist;
Mich von Dir abschlecken zu lassen, nicht genau wissend, was Du vorher gemacht hast;
Dich in meinem Bett schlafen zu lassen, selbst so verdreht, dass ich mit Rückenschmerzen aufwache;
Dir ins Ohr zu flüstern, dass ich Dich immer beschützen werde;
Stolz auf Deinen starken Willen zu sein, selbst wenn Du mal nicht das willst, was ich will;
Dich mit Kosenamen zu versehen, die Du peinlich fändest, würdest Du sie verstehen;
Dir immer noch ein Spielzeug mehr zu kaufen, als Du eigentlich brauchst;
Dich bitten, einhundert Jahre alt zu werden, weil ich nicht ohne Dich leben möchte…

Das nennen Nicht-Hundemenschen verrückt.
Ich nenne es: Liebe.

 

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Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. (Laotse)

 

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Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass du die Mahlzeit mit ihm teilst. Er sorgt lediglich dafür, dass dein Gewissen so schlecht ist, dass sie dir nicht mehr schmeckt. (Helen Thomson)


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Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das Meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge. (Leonardo da Vinci)

 

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Tierschutz-Gedicht

Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt.
Wen kümmert denn ein Hund der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die kaum produziert
Verkehr und Jäger dezimiert?

Was regt man sich unnötig auf
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manches Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei
man weitergibt, von Skrupel frei.

Wen stört es, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte
sich tarnt, er hätt´ den besten Platz
für diesen süßen Katzenschatz
das Tier, nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?

Was tut’s, wenn für das Wohl der Menschen
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen
was wir nicht selbst erdulden möchten?
Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen

an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: Frei von Schuld begucken
wie man im Film ersticht, zertritt,
vom Tier zum Mensch -ein winziger Schritt!
Was macht es schon, wenn alles Vieh
jetzt produziert in Batterie

auf engstem Raum, wo’s hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann
auf seinem letzten Schlachthofgang?

Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.

Ihr Jammer ist bestimmt vergessen
wenn wir Importsalami essen.
Auch weiß ein jeder ganz genau
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl
bei einem Nerz der ersten Wahl?

Was interessiert man sich so sehr
für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Philippinen,
die totgequält zum Mahle dienen?
Für Stierkampf, dieses Volksvergnügen,
wo chancenlos die Tiere unterliegen?

Wer selbstlos für ein Tier tritt ein,
muss irgendwo suspekt doch sein.
Sorgt erst für Menschen, hört man sagen.
Man ist versucht, zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wie viel er schon geholfen hat?
Man ist erfreut, dann zu erfahren
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die "Dummen".

Was da als Spinnerei verlacht
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im großen schändet,
weil Menschheit, vom Verstand geblendet,
meint alles liegt nur ihr zu Füßen.
Vergisst, dass sie es selbst wird büßen!

- Sigrid Mayr-Gruber –

 

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Mein Traum für alle Tiere.

Das keines mehr von Menschenhand,
gequält, gefoltert und verbrannt.
Dass niemals mehr ein Tier erfriert
und keines Hoffnung je verliert.
Dass keines einsam und verlassen,
als No Name stirbt – allein gelassen.
Dass keines muss Schmerz und Leid ertragen,
und angstvoll streunt, mit leerem Magen.
Dass Menschen sie endlich mit dem Herzen verstehn,
sie als Freunde und nie mehr als Sache sehn.

(Nicole Dercks)

 

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Öffnet die Käfigtüren

Raus mit den Tieren aus den Laboren
Tiere haben dort nichts verloren
Schluss mit elitärer Willkürherrschaft
Die lebendige Tiere zu Dingen macht

Eine Demokratie kann und darf nicht tolerieren
Dass wir mit fühlendem Leben experimentieren
Es sei für die Menschen, sagen manche mit Mut
Gegen Alzheimer und Krebs wär das vielleicht gut

Manchmal stimmt das, manchmal auch nicht
Valide sind ihre Testungen nicht
Denn es stellt sich scheinbar jetzt erst heraus
Der Mensch funktioniert anders als eine Maus

Wie sie Tiere verätzen und rumoperieren
Die Narkosen zu flach, nach Titeln gieren
Die Augen vernähen, Stroboskoplicht draufhalten
Gehirne entfernen und Tierstress gestalten

“Die Autoren kündigten danach aber an
Dass man weitere Studien durchführen kann.
Aus ihren Studien ist nicht zu schließen
Dass sie sich auf den Mensch übertragen ließen“

Wäre menschliche Heilung wirklich ihr Maß
Sie beforschten menschliche Zellen im Reagenzglas
Hört auf in Laboren die Tiere zu quälen
Tiere haben empfindliche Seelen

Tierversuche muss man beenden
Und nicht weiter Gelder dafür verschwenden
Tierquälerei ist das, nennt es beim Namen
Im universitären oder pharmazeutischen Rahmen

Öffnet euren Verstand für das Unrecht
Öffnet Eure Herzen für das Leid
Öffnet die Käfigtüren sofort und für immer
Ganz weit

Dr. med. Christina Gerlach-Schweitzer

 

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Indem wir Tiere töten bringen wir Kindern bei,
dass nicht jedes Lebewesen gleich viel wert ist.
Darin liegen die Wurzeln des Faschismus.
(Dr. Erika Gartmann, Autorin)

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Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor.
Gewiss, ein wildes Tier ist grausam.
Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.
(Sigmund Freud)

 

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Wenn für die Tiere der Tod Erlösung bedeutet,
wird für die Gesellschaft der Untergang zur Zukunft.

 

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Wer gut mit Tieren umgehen kann, der hört sie sprechen.

Wer sehr gut mit Tieren umgehen kann, der hört sie sogar flüstern.

Wer jedoch überhaupt nicht mit Tieren umgehen kann, der hört sie noch nicht einmal schreien.

(Unbekannt)

 

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Abstellgleis

Mancher Hund sitzt, wie man weiß,
plötzlich auf dem Abstellgleis.
Wurde schnell zum Ärgernis

Zukunft: leider ungewiss.

Dabei war vor einem Jahr
alles noch ganz wunderbar.

Kleiner Welpe muss ins Haus!
Kinder schwörn: "Wir führn ihn aus,
fordern nie mehr Taschengeld,
sind die bravsten auf der Welt!"

Und der Vater freut sich auf
den morgendlichen Dauerlauf,
eskortiert vom treuen Hund,
das macht fit und ist gesund.

Mutter will ein Kuscheltier,
Halsband, Körbchen - welche Zier!
Kleiner Zweifel wird verdrängt,
weil ihr Herz an Tieren hängt.

Eines Tages ist er da ..
Hund erlebt ein Mords- Trara,
wird bestürmt von allen Seiten,
Freunde strömen, Kinder streiten,
und der Vater übt sich schon
lautstark im Kommandoton.

Aber schon nach ein paar Wochen
ist der Unmut ausgebrochen:
Kinder sind des Rausgehns leid,
haben nur noch wenig Zeit.
Vater bricht das Joggen ab,
(macht nach 1000 Metern schlapp)
Mutter wischt und weint im Wechsel,
teures Körbchen ist schon Häcksel.

Tja, wer hätte das gedacht,
dass ein Hund auch Arbeit macht!

Als ein Zähnchen hängen bleibt,
im Jacket ein Loch beschreibt,
(gar nicht schlimm und winzig klein)
fangen alle an zu schrein
und man unkt hysterisch: Wann
fällt der Hund die Kinder an?
"Weg, nur weg mit diesem Tier!"
(Auch Urlaub steht vor der Tür...)

Und so schließt sich dann der Kreis.
Letzter Ausweg: Abstellgleis.
Viele Hunde sind betroffen,
Zweite Chance ausgeschlossen!?
 
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"Betrachte Deinen Hund nicht als gleichberechtigten Partner, er tut das auch nicht. Er sieht zu dir auf oder auf dich herab. Die Richtung bestimmst du!"

Gunnar Weikinnes

 

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Meine Nase in Deinem Fell zu vergraben, auch wenn Du gerade nass geworden bist;
Mich von Dir abschlecken zu lassen, nicht genau wissend, was Du vorher gemacht hast;
Dich in meinem Bett schlafen zu lassen, selbst so verdreht, dass ich mit Rückenschmerzen aufwache;
Dir ins Ohr zu flüstern, dass ich Dich immer beschützen werde;
Stolz auf Deinen starken Willen zu sein, selbst wenn Du mal nicht das willst, was ich will;
Dich mit Kosenamen zu versehen, die Du peinlich fändest, würdest Du sie verstehen;
Dir immer noch ein Spielzeug mehr zu kaufen, als Du eigentlich brauchst;
Dich bitten, einhundert Jahre alt zu werden, weil ich nicht ohne Dich leben möchte…

Das nennen Nicht-Hundemenschen verrückt.
Ich nenne es: Liebe.

Verfasser: Johanna Pelz, www.miteinanderlernen.de

 

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Ohne ein paar Hundehaare ist man nicht richtig eingerichtet.

 

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Ich bat um Stärke,
um ihn perfekt zu erziehen.
Ich wurde aber schwach
und verwöhnte ihn mit Häppchen.

Ich wollte einen Hund, der gehorcht,
so dass ich stolz sein könnte.
Ich bekam einen widerspenstigen,
der mich demütigte.

Ich wollte Gehorsamkeit,
um überlegen zu sein.
Es wurde ein Clown,
der mich zum Lachen brachte.

Ich hoffte auf einen Begleiter,
gegen meine Einsamkeit.
Ich bekam den besten Freund,
der mir das Gefühl der Liebe gab.

Ich bekam nichts, was ich wollte,
aber alles, was ich brauchte!
 

Verfasser: Unbekannt

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"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen", hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alles von der Erde zurückkehren muss.

Wirst du darauf aufpassen, für mich, bis ich es zurückrufe? Es wird dich bezaubern um dich zu erfreuen und sollte sein Bleiben nur kurz sein, du hast immer die Erinnerungen um dich zu trösten.

Willst du ihm alle deine Liebe geben und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war? Und mich auch nicht hassen, wenn ich das Tier zu mir heim hole?"

Mein Herz antwortete: "Mein Herr, dies soll geschehen. Für all die Freuden, die dieses Tier bringt, werde ich das Risiko der Trauer eingehen.
Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen und es lieben, solange wir dürfen. Und für das Glück, das wir erfahren durften, werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen, viel früher, als geplant, werden wir die tiefe Trauer meistern und versuchen, zu verstehen.
Wenn unser geliebtes Tier diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt, schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele, um sie ihr Leben lang zu lieben.“

 

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Mein Hund darf in meinem Bett schlafen, weil es in seinem Körbchen spukt!

 

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"Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen. Ziehen Sie statt dessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden."

(Edward Hoagland)

 

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Unter einem Weihnachtsbaum

 

 

Unter einem Weihnachtsbaum,

... da liegt ein kleiner Hundetraum.

Ein Welpe, so ein süsser Schatz,

Geschenk für den Familienfratz.

 

 

Doch diese hält vom Hund nicht viel,

mag viel lieber ihr Videospiel.

Der Hund, der will ein wenig Liebe,

bekommt doch Tritte und auch Hiebe.

 

 

… und weil er auch nicht immer hört,

ist das Familienglück gestört.

Das Tisch- und Stuhlbein angenagt,

wird er in den Hof gejagt.

 

 

Dort lebt er Tage, Wochen, Jahre,

niemand kämmt mal seine Haare.

Bewachte er den Hof und bellte,

gab es für den Lärm noch Schelte.


Die Zeit geht rum, und er wird alt,

die Nächte, die sind immer kalt.

Ganz einsam, ohne etwas Schutz,

liegt er dort in seinem Schmutz.

 

 

Er hofft noch immer auf ein Wunder,

denn seine Jahre werden runder.

Doch Liebe, die bekommt er nicht.

Bei Kälte da quält ihn die Gicht.

Doch seine Familie kümmert das nicht.

 

 

Er würd’ doch ALLES für sie machen,

während sie unterm Christbaum lachen.

Er würde ihnen sein Leben schenken,

damit sie nur einmal an ihn denken.

 

 

Er ist so einsam und so schwach,

er hofft so sehr auf die heilige Nacht.

Und dass ein Engel ihn bewacht.

Denn wenn er geht, so ganz allein,

hofft er dass doch Jemand um ihn weint….



Dieses Jahr unter der Tanne liegt für die Tochter dort ein Nerz,

und draussen, einsam in der Kälte stirbt ganz allein ein Hundeherz…

Nach Jahren unterm Weihnachtsbaum, erlischt ein kleiner Hundetraum…

 

(Autor unbekannt)

 

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Herz gesucht

Herz gesucht, auch leicht getragen,
und nicht kreislaufstörungsfrei,
aber fähig gut zu schlagen
und vor allem herzlich treu.

Das im Dünnen wie im Dicken,
stets Gefährte bleibt und Freund
und aus völlig freien Stücken
ehrlich ist - und nicht nur scheint!

Das nicht lügt und nicht gemein ist
und nie ander´n sich verschreibt,
das, wenn man in Not allein ist,
trotzdem da ist - und auch bleibt.

Herz gesucht! - und schon gefunden,
klug, bescheiden und gesund,
treu sogar mit Überstunden:
DENN ICH HABE EINEN HUND!

 

(Autor unbekannt)

 

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Ein Brief an Gott

 
Eingesandt von einer Mutter in der Nähe von Houston / USA


Letzen Monat ist unsere 14 Jahre alte Hündin, Abbey, gestorben. Am Tag nach ihrem Tod weinte meine 4 Jahre alte Tochter Meredith und sprach davon, wie sehr sie Abbey vermisste… Sie fragte, ob wir Gott einen Brief schreiben könnten, damit Gott Abbey erkennen könne, wenn sie in den Himmel käme. Ich sagte, dass wir das könnten, und so diktierte sie mir diese Worte:

"Lieber Gott, kannst Du bitte auf meine Hündin aufpassen? Sie ist gestern gestorben und ist bei Dir im Himmel. Ich vermisse sie sehr. Ich freue mich, dass ich sie als meine Hündin haben durfte, auch wenn sie krank geworden ist.
Ich hoffe, dass Du mit ihr spielen wirst… Sie mag es, mit Bällen zu spielen und zu schwimmen. Ich sende Dir ein Photo von ihr, damit Du, sobald Du sie siehst, weisst, dass sie meine Hündin ist. Ich vermisse sie wirklich.
In Liebe, Meredith"

Wir packten den Brief mit einem Photo von Abbey in einen Umschlag und adressierten ihn an Gott / Himmel. Wir schrieben unsere Absenderadresse darauf. Dann klebte Meredith mehrere Briefmarken auf die Vorderseite des Umschlages, denn sie sagte, dass es für den Weg in den Himmel viele Briefmarken brauche. Diesen Nachmittag warfen wir den Brief in den Briefkasten bei der Post. Ein paar Tage später fragte sie mich, ob Gott wohl den Brief erhalten hätte. Ich sagte ihr, dass ich dachte, er hätte.

Gestern lag ein Päckchen in goldenem Papier auf unserer Veranda, adressiert an “Für Meredith” in einer unbekannten Schrift… Meredith hat es geöffnet. Darin verpackt war ein Buch von Mr Rogers, das hiess: “Wenn ein Haustier stirbt..”. An der Innenseite der Buchhülle klebte der Brief, den wir Gott geschrieben hatten. Auf der gegenüberliegenden Seite war das Bild mit Abbey und Meredith und diese Notiz:

"Liebe Meredith,
Abbey ist sicher im Himmel angekommen. Das Photo hat geholfen. Ich habe sie sofort erkannt. Abbey ist nicht mehr krank. Ihre Seele ist bei mir genau so, wie sie in Deinem Herzen bleibt. Abbey hat es geliebt, Dein Hund zu sein. Weil wir unsere Körper im Himmel nicht brauchen, habe ich keine Taschen, um Dein Bild darin zu verwahren, darum sende ich es Dir in diesem kleinen Buch zurück, das Du behalten kannst und womit Du dich an Abbey erinnern kannst.

Vielen Dank für den wunderbaren Brief und danke an Deine Mutter, die Dir geholfen hat, ihn zu schreiben und ihn mir zu schicken. Was für eine wundervolle Mutter Du hast. Ich habe sie extra für Dich ausgesucht. Ich sende Dir jeden Tag meinen Segen und denk daran, dass ich Dich sehr liebe. Übrigens, Du findest mich ganz einfach, ich bin überall, wo Liebe ist.

In Liebe,
Gott"

der Postbote wurde nie ermittelt ........

 

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Der Streunerhund


1. WOCHE:
Vor einer Woche bin ich geboren worden, welches Glück auf dieser Welt angekommen zu sein !
 

1. MONAT:
Meine Mama sorgt sehr gut für mich. Sie ist eine vorbildliche Mama.
 

2. MONAT:
Heute trennten sie mich von meiner Mama. Sie war sehr unruhig und mit ihren Augen sagte sie mir AUF WIEDERSEHEN, gleichzeitig hoffend, dass meine neue menschliche Familie sich so um mich sorgt, wie sie es machte.
 

4. MONAT:
Ich bin schnell gewachsen, alle widmen mir ihre Aufmerksamkeit. Es gibt mehrere Kinder im Haus, die wie „Geschwister“ für mich sind. Wir sind alle eine unruhige Bande. Sie ziehen mich an der Leine und ich zwicke sie spielend.
 

5. MONAT:
Heute nörgelten sie an mir herum. Mein Besitzer wurde heute böse, weil ich „Pipi“ im Haus gemacht habe, aber sie hatten mir ja nie gezeigt, wo ich es machen sollte.
Ich schlafe auch in der Waschküche....
Und konnte einfach nicht mehr zurück halten!
 

6. MONAT:
Ich bin ein froher Hund. Ich habe die Wärme meiner Familie, ich fühle mich so sicher und beschützt.
Ich glaube, dass meine menschliche Familie mich liebt und sie verwöhnt mich viel zu sehr.
Wenn sie essen, geben sie mir immer etwas ab. Der Hof ist für mich alleine und ich mache mir einen Spass daraus, wie meine Vorfahren, die Wölfe, mein übriggebliebenes Futter im Garten zu vergraben.
Sie bilden mich nicht aus, also muss doch alles richtig sein, was ich anstelle.
 

12. MONAT:
Heute bin ich 1 Jahr alt. Ich bin ein reifer Hund. Meine Meister sagen, dass ich mehr gewachsen bin als sie gedacht haben.
Sie müssen so stolz auf mich sein!
 

13. MONAT:
Wie schlecht ich mich heute fühle. „Mein Bruder“ nahm mir den Ball weg, obwohl ich ihnen doch nie ihre Spielzeuge wegnehme!
Deshalb nahm ich ihm meinen Ball aus der Hand. Aber meine Kiefer sind sehr stark geworden und ich verletzte ihn unabsichtlich.
Nach dem Schrecken, ketteten sie mich draußen fest an, ich konnte mich nicht einmal bis zum Sonnenstrahl bewegen.
Sie sagen, dass sie mich beobachten werden und dass ich undankbar bin.
Ich verstehe gar nicht, was passiert ist.
 

15. MONAT:
Es ist immer noch das Gleiche:
Ich lebe jetzt nur noch auf dem flachen Dach. Ich fühle mich sehr alleine, meine Familie liebt mich nicht mehr.
Sie vergessen manchmal, dass ich hungrig und durstig bin. Wenn es regnet habe ich kein Dach, dass mich vor dem Regen schützt und wenn die Mittagssonne knallhart auf das Dach scheint, habe ich keine schattige Ecke.
 

16. MONAT:
Heute holten sie mich vom Dach herunter. Ich war sicher, meine Familie vergab mir und ich freute mich so sehr, dass ich sie ansprang vor Vergnügen.
Ich konnte meinen Schwanz vor Freude gar nicht stillhalten.
Ausserdem werden sie mich mit auf einen Spaziergang im Auto mitnehmen!
Wir fuhren in Richtung der Autobahn und plötzlich hielten sie an.
Sie öffneten die Tür und ich sprang fröhlich heraus, im Glauben, dass wir unseren Tag gemeinsam im Freien verbringen würden.
Ich verstehe nicht, warum sie ohne auszusteigen die Autotür wieder schlossen und wegfuhren!
“HÖRT , WARTET .....“ oh, sie haben mich vergessen!!
Ich lief hinter dem Auto her mit all meinen Kräften. Meine Qual wuchs, als ich erkannte, dass sie verschwanden und sie hielten nicht an. Mir wurde klar:

SIE HATTEN MICH AUSGESETZT!!!
 

17. MONAT:

Ich habe vergeblich versucht, den Weg nach Hause zu finden. Ich setze mich hin, ich bin verloren.
Auf meinem Weg gibt es Leute mit guten Herzen, die mir meine Traurigkeit ansehen und mir etwas zu fressen geben.
Ich danke ihnen von ganzen Herzen und wollte, dass sie mich adoptieren und versprach ihnen auch für die Ewigkeit treu zu bleiben.
Aber sie sagten nur: "ARMEN HUND", er muss verloren gegangen sein und gingen weiter.
 

18. MONAT:
Neulich ging ich an einer Schule vorbei und ich sah viele Kinder, die mich an meine “Geschwister“ erinnerten.
Als ich mich ihnen näherte, lachte eine Gruppe von ihnen und sie warfen viele Steine nach mir und schauten, wer besser gezielt und mich getroffen hatte.
Einer jener Steine verletzte eins meiner Augen und von da an sah ich nichts mehr mit ihm.
 

19. MONAT:
Es ist nicht zu glauben, als ich noch ein schöner Hund war, fühlten alle mehr Mitleid für mich. Jetzt aber habe ich schon sehr viel Gewicht verloren, bin richtig dünn geworden und verlor ein Auge und die Menschen verjagen mich lieber mit Besenschlägen, wenn ich versuche etwas Schatten irgendwo für meinen müden und schwachen Körper zu finden.
 

20. MONAT:
Ich kann mich kaum mehr bewegen: Heute als ich versuchte, eine Strasse mit starkem Autoverkehr zu überqueren, wurde ich angefahren. Ein Autofahrer lenkte sein Auto so, dass er mich mit Absicht traf. Ich werden den zufriedenen Gesichtsausdruck des Fahrers nie vergessen!
Hätte Gott doch gewollt, dass er mich getötet hätte, aber ich renkte mir nur meine Hüfte aus.
Der Schmerz ist nicht auszuhalten, meine Hinterpfoten gehorchen mir nicht und mit grosser Schwierigkeit kroch ich zu irgendeinem Grashang am Strassenrand.
 

21. MONAT:
Ich liege seit 10 Tagen in der Sonne, dem Regen, der Kälte, ohne etwas zu fressen oder trinken. Ich kann mich nicht bewegen.
Der Schmerz ist unerträglich. Ich fühle mich sehr schlecht, ich liege an einer feuchten Stelle und meine Haare fallen aus.
Einige Leute gingen an mir vorbei, aber entweder sahen sie mich nicht oder aber andere sagten unter sich: “GEHE NICHT ZU NAHE HERAN“.

Ich bin fast bewusstlos. Auf einmal steht eine fremde Person neben mir. Ihre liebevolle Stimme brachte mich dazu zu reagieren.
"ARMER HUND, GUCK WIE SIE DICH AUSGESETZT HABEN", sagte sie...
Neben ihr stand ein Mann mit weissem Kittel, er begann mich abzutasten und sagte zu der freundlichen Frau: "ES TUT MIR LEID, aber ich kann diesem Hund nicht mehr helfen, es ist besser, wenn ich ihn von seinem Leid erlöse ". Unter Tränen stimmte sie mit ihm überein.
Ich schaffte es noch einmal meinen Schwanz zu bewegen und schaute sie mit unendlich dankbaren Augen an.

Ich fühlte nur kurz den erlösenden Schmerz der Injektion und fiel in ewigen Schlaf, mich dabei fragend, WARUM ICH GEBOREN WURDE, WENN MICH DOCH NIEMAND LIEBEN WOLLTE.

 

Autor unbekannt

 

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Ich habe heute einen Menschen gerettet.

Unsere Blicke haben sich getroffen, als sie meinen Korridor entlang ging und in die Zwinger schaute. Ich spürte ihre Not sofort und wußte, dass ich ihr helfen mußte. Ich wedelte mit dem Schwanz, nicht zu stark, damit sie sich nicht fürchten würde.

Als sie an meinem Zwinger stehenblieb, habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt, damit sie das kleine Mißgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde. Ich wollte nicht, dass sie erfährt, das ich heute nicht ausgeführt worden bin. Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun, und ich wollte nicht, dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme.

Als sie die Karte mit meiner Beschreibung las, habe ich gehofft, dass meine Vergangenheit sie nicht traurig machen würde. Ich kann nur nach vorne schauen und möchte jemandem etwas bedeuten.

Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kußgeräusche. Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf gegen die Gitterstäbe, um sie zu beruhigen. Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken, sie hat die Gesellschaft dringend gebraucht.

Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob meine Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde.

Kurz darauf öffnete sich meine Zwingertür und ihr Lächeln strahlte mich so an, dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin.

Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre.

Ich versprach ihr, sie immer zu begleiten.

Ich versprach, alles dafür zu tun, dass ich ihr strahlendes Lächeln und das Glitzern in ihren Augen sehen würde.

Ich hatte solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Korridor entlanggegangen ist.

So viele andere sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlang gegangen sind.

So viele, die noch gerettet werden müssen.

Wenigstens konnte ich einen von ihnen retten.

 

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Danke, kleiner Hund!


Du liegst und schläfst.
Sonnenstrahlen auf deinem Fell.
Wohlig reckst und streckst du dich.
Wovon träumst du, kleiner Hund?
Von dem, was war?
Von dem, was sein wird?
Hast noch nicht viel Gutes erlebt in deinem kurzen Leben.
Und doch vertraust du mir?
Weißt, dass Menschenhände schlagen können und leckst mir doch die Hand?
Weißt, dass Menschenbeine treten können und schläfst doch zu meinen Füßen?
Weißt, wie Menschen schreien können und wartest doch auf ein Wort von mir?
Weißt, wohin dich Menschen brachten und folgst mir doch auf Schritt und Tritt?

Danke, kleiner Hund!
(Autor unbekannt)

 

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Illegale Naturbesucher

 

Liebe Mitmenschen,


die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt! Ihr habt ja so Recht! Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?
Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen, und schlechte Menschen haben keine guten Hunde! Und ja: Unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse! Es tut mir so leid! Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:

1. Ich werde mich nie wieder auf öffentlichen Waldwegen aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet.Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine Kurve um mich und meinen Hunden herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!

2. Ich werde nie wieder einen schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich Hunde habe (die an der Leine neben mir laufen und den Rentner nicht einmal angeatmet haben). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.

3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Natur einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinen Hunden, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.

4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern in den Dünen die Windeln wechseln. Das ist völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Laßt sie ruhig liegen. Dann fressen meine Hunde eben heute frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!

5. Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist völlig verständlich! Nicht wahr liebes Ordnungsamt? Da kneift man gern mal ein Auge zu. Meine Hunde, die dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen dürfen (DANKE, DANKE, DANKE), können sich nie entscheiden, ob sie zuerst in eine zertrümmerten Glasflasche treten oder an euren Grillresten ersticken sollen!

6. Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört euch! Wir Hundebesitzer können unsere Hunde ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!

7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meine Hunde am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muß zu mir Danke sagen. Ich bin nur ein Hundebesitzer!

Liebe Mitmenschen, ich bilde meine Hunde aus und bringe ihnen Gehorsam bei, damit sie in der Natur nicht atmen, wenn sich uns ein Nicht-Hundemöger-Mensch nähert. Ich habe meinen Hunden beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden. Ich nehme gern Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!

Und noch eins : Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, daß es euch gibt. Vereinzelt habe ich euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und meine Hunde mögen es, wenn ihr sie streichelt. Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Gegenständen verstecken. Verratet uns nicht!

Wir sind illegale Naturbesucher. Danke!

Autor unbekannt

 

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Der ideale Hund...

 

... schon gefunden?


Alle Ansprüche dieser Welt… an den Hund, an seine „Qualitäten“ und selbstverständlich auch an seinen Preis! Den täglich gelebten Querschnitt aus telefonischen, persönlichen und virtuellen Anfragen und Gesuchen - Sie finden ihn hier:


"Wir suchen ein ruhiges Tier für Haus und Hof, ab 3 Jahre, stubenrein, kinderlieb. Er muss problemlos allein im Haus bleiben und ohne Leine laufen können…"  

Ach, könnten nur Hunde einmal ihre Auswahlkriterien an den Halter in spe zu Papier bringen!


Ich suche einen Golden Retriever welpen, soll eine hündin sein. Und bitte auch nicht teuer zwieschen 100 bis 150 euro.

Ein Rassehund muss es sein, ein Welpe dazu… aber die in (seriösen) Züchterkreisen üblichen Preise dürfen es nicht sein.


Eine Familie sucht einen 8 Wochen alten Mischlingsrüden „… gerne mit wuscheligem Fell, am besten in der Farbe schwarz-weiss, muss aber nicht unbedingt - alles Anbieten, FP 100 Euro!“  

Ohhhh, die Kuscheloptik – richtig! Sie ist das Wichtigste schlechthin beim überlegten,  preiswerten Hundekauf! Hauptsache schön und billig! Die Garantie für ein lebenslanges Hundeglück. Selbst beim Kauf einer Waschmaschine macht sich der Durchschnittsmensch mehr Gedanken!


"Wir suchen einen Afghanischen Windhund; wir haben schon eine Hündin. Falls Sie einmal einen solchen Hund in der Vermittlung haben, bitte sofort anrufen. Wir können aber nur in Raten zahlen, wenn er nicht umsonst ist."

Der Hundekauf auf Raten… hoffentlich findet sich auch ein Tierarzt, der sich im Krankheitsfall sein Honorar auf Raten abstottern läßt. Und eine Versicherungsgesellschaft und ein Finanzamt…

 

"... suchen auf diesem Wege ein Familienmitglied, Er oder Sie sollte andere Hunde mögen so wie Katzen und Pferde, wichtig Kinderlieb, wir haben Hündin von 5 Monaten, die sich sehr langweilt."  

Warum nur 1 Hund, der sich langweilt, wenn man auch 2 halten kann, um die man sich nicht kümmern muss!? Der geniale Schachzug – 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, selbstverständlich nur dann, wenn Hund Nr. 2 schon alles kann und vööööölig unproblematisch ist – anders wäre nämlich schlecht – denn wo es schon an der Zeit für die Beschäftigung EINES Hundes fehlt, wären ganz sicher auch zwei unterfordert.

 

"Hallo, ich suche jemand, der uns einen Welpen (gerne Rüden) schenkt. Er sollte nett, stubenrein sein und gesund sein. Natürlich auch kinderlieb und andere Hunde mögen."

Und ich suche ein nettes Haus, groß, vollständig renoviert – natürlich nach meinem Geschmack; nicht zu alt und nicht zu neu, mit Heizkosten, die bereits für 1 Jahr im voraus bezahlt sind, für… geschenkt!

 

"… suchen kinderlieben hund! rasse und alter egal er sollte nicht großer als ca 40cm und günstig bitten dafür ein tolles zu hause mit einen spielgefärten und kinder und garten."

Die ganz „uneigennützigen“ und sooo sachkundigen Interessenten – das gute Zuhause im Tausch für den billigen Hund, dessen Veranlagung (Rasse) und Alter völlig egal ist.


"... der Hund soll bis 1 Jahr alt sein. Sollte stubenrein sein, Kinderlieb sein und sich mit anderen Hunden vertragen. Der Hund kann auch gerne ein Mix sein, muss nicht unbedingt reinrassig sein.. Die Schulterhöhe des Hundes soll ab 40cm sein. Größer würde auch gar kein Problem sein.. Aber nur nicht kleiner. Über den Preis haben wir uns noch nicht so wirklich gedanken gemacht.. Aber der Preis sollte natürlich nicht übertrieben sein. Es sollte sich also noch in Grenzen halten."  

Kein Kommentar – manchmal fehlen selbst mir die Worte.

... aber, nicht verzagen! Vielleicht wird man ja hier fündig:


"Wir haben selbst Nachwuchs bekommen, müssen uns räumlich verändern und suchen für unsere Deutsche Pinscherhündin ein liebe- und verantwortungsvolles neues Zuhause."

Tja, so ein Pinscher… ist ja rassetypisch sooo groß, dass er in einer normalen Wohnung keinen Platz mehr findet. Der Platz zum Schlafen nimmt nur wenige qm (... oder darf ich´s wagen und von cm sprechen...?) in Anspruch – die Zeit zur täglichen sinnvollen Beschäftigung und Auslastung im Rahmen der Spaziergänge hingegen schon. Ist das vielleicht der wahre Grund? Ein Zweibeiner mehr im Tausch für einen Vierbeiner weniger... wahre Tierliebe!

 

"… sucht ein neues zu hause! möchte meine kleine süsse abgeben, da unser alter Hund gestorben ist und sie sich allein fühlt."  

Da ist er wieder… der 2. Hund, der die Aufgaben und die Verantwortung der Halter übernehmen soll bzw. übernommen hat. Und wehe, er stirbt… auch dann hat man keine Zeit, seinem Hund höchstpersönlich gerecht zu werden. Der einfache Weg: Abgabe unter dem Deckmäntelchen der menschlichen Trauergefühle...


Schäferhund, Rüde, 7 Monate zu verkaufen. Für den Hundesport nicht geeignet, da er leider dafür einfach zu lieb ist...  

Braucht es einen „bösen“ Hund, um gewaltfreien, erfolgreichen Hundesport zu betreiben??? Gut, dass er nun abgegeben wird – bevor er zur Verstärkung seiner „lieben“ Triebe Bekanntschaft mit dem Teletakt macht oder im Wehrtrieb unterrichtet wird! Der nächste Hund dieser Halter, der zur Befriedigung des eigenen Egos auf dem Hundeplatz zweifelsohne in naher Zukunft angeschafft wird  – er tut mir jetzt schon leid!

 

"... ich muss leider meine 12 jährige hündin abgeben da sie nicht mit meinem sohn klar kommt. habe es eine längere zeit probiert aber es wird schlimmer anstatt besser."

Gäbe es das Wörtchen „leider“ nicht… wie könnte man so manchen Menschen glauben, dass sie wirklich alles (und vor allen Dingen das Richtige…) probiert haben? Ein 12(!) Jahre alter Hund verliert nun sein Zuhause, weil seine Halterin nicht in der Lage ist, den Grund zu erkennen und danach zu handeln. Das eigene Kind geht immer vor – richtig! Aber noch lange kein Grund, sich nicht sachkundige Hilfe zu holen und das eigene Wissen um die Lösung des Problems zu erweitern. Und was für Vermittlungschancen hat wohl ein 12 Jahre alter Hund, der als „nicht kinderverträglich“ ein neues Zuhause sucht?

 

http://www.hundefreud-hundeleid.de

 

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Er ist eben mein Hund


Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt,
beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe,
all das sagt mir tausendmal,
daß ich der einzige Grund seines Daseins bin.

Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.

Ohne ihn bin ich ein Mensch unter vielen.
Mit ihm bin ich stark.
Er ist die Treue selbst.
Er lehrt mich die Bedeutung der Hingabe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.

Er lehrt mich verstehen, wo vorher meine Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
Seine Gegenwart schütz mich
vor Dunkelheit und Unbekanntem.
Er versprach auf mich zu warten, wann und wo auch immer,
denn ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn - wie schon immer.

Er ist eben mein Hund.

(Aus dem Englischen/Originaltitel: "He´s my dog", Verfasser: Gene Hill)

 

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Bist du schon so gut?


Wenn du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst, ohne gereizt zu sein,

wenn du immer fröhlich bist und Wehwehchen und Schmerzen ignorieren kannst,

wenn du dich nicht beschwerst oder Leute mit deinen Problemen langweilst,

wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst und dafür auch noch dankbar bist,

wenn du Verständnis dafür hast, dass Menschen, die du liebst, zu beschäftigt sind, um Zeit mit dir zu verbringen,

wenn du darüber hinwegsehen kannst, dass die, die du liebst, manchmal ohne Grund ihre Aggressionen an dir auslassen,

wenn du einen reichen Freund nicht besser als einen armen behandelst,

wenn du der Welt ohne Lüge und ohne Täuschung gegenüberstehen kannst,

wenn du wahrlich sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen, Farbigen, Religionen, Weltanschauungen und politischen Meinungen gibt,

wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben,

dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

(Anonym)

 

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Wer in diese Augen sieht ...

Wer möchte denn schon einen alten Hund ?

Kein strahlendes Fell mehr, keine Schönheiten ...

Worte wie "das Ende ist doch nah", "sollen doch andere die alten nehmen", keine Seltenheit ...

Gewiss, Temperament und Leistungsfähigkeit sind nicht mehr da, aber auch keine zerfetzten Möbel eines gelangweilten Hundebabies.

Ungewollte, ungeliebte Graugesichter sitzen still in ihrer Ecke und hoffen nicht mehr auf Liebe und Geborgenheit.

Den Kopf gesenkt, bereit, das Leben bis an´s Ende so zu fristen.

Jeder sieht an ihnen vorbei ...

Seht diesen Tieren in die Augen!

Seht genau hin und versucht zu begreifen.

Denn diese Augen erzählen eine ganz besondere Geschichte, die nur ein Mensch versteht, der mit Liebe in diese sieht ...

Dies vermag kein Hundekind.

Die Weisheit, die Anmut und Schönheit werdet ihr nur in einem solchen Tier finden.

Diese Augen schaffen Stille und Geborgenheit in unserem so hektisch lauten Leben.

Solche Augen können leuchten wie der strahlendste Stern am Firmament.

Ihr müsst diesen Stern nur finden.

Geht nie an einem Graugesicht vorbei, ohne ihm in die Augen zu blicken, denn es könnte Euer Glücksstern sein ...

 

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Wie konntest Du nur?


Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.
Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem ich sie in unserem Heim willkommen hieß, ihr meine Zuneigung zu zeigen versuchte und ihr gehorchte. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabys, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun,und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".

Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, piekten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.
Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.

Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für ihn finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?". Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?" Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.


Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen. (Jim Willis)


Wir möchten Sie dazu ermutigen, "Wie konntest Du nur?" zu veröffentlichen und so mitzuhelfen, die verbreitete Vorstellung von Tieren als "entsorgbar" zu ändern und vor Augen zu halten, dass der Entschluss, ein Tier in eine Familie aufzunehmen, eine Verpflichtung bedeutet, welche für die Lebensdauer des Tieres anhält!



Jim Willis

 

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Aufschrei der Tränenlosen


Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurd´ich nur geboren,
wollte Freund, Gefährte sein.
Warum lässt du mich allein?
Partner Mensch? Ich sage:NEIN!

Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
dir und andren Freude geben.
So verlorst du dein Gesicht,
dein Gewissen sei Gericht,
für all meine Not und Pein.
Partner Mensch? Ich sage: NEIN!

Geschundnes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochene Beine, keine Streu,
nirgends eine Tierraststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt du sein?
Partner Mensch? Ich sage: NEIN!

Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie,
nirgends Gras und Sonnenschein
und kein Platz fürs zweite Bein.
Auch wir Tiere im Labor,
stimmen ein in diesen Chor.
Wie umbarmherzig kannst du sein?
Partner Mensch? Ich sage: NEIN!

Ein Beutel voller Miezekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen,
wollte man uns so entsorgen?
Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unsrer an?
Hört uns niemand ängstlich schrei´n?
Partner Mensch? Ich sage: NEIN!

Eng ist´s in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch zu klein und viel zu dick:
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb´ ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir furchtbar bange,
vor Viren und Elektrozange.
So viele kleine Ferkel schrei´n:
Partner Mensch? Ich sage: NEIN!

Versetze dich in unsere Lage,
diese Schmerzen, diese Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt nur dies auf unsrer Welt?

Ob bei einem Tausch der Rollen
wir euch wirklich retten sollen?
Mensch, lass diesen Rat dir geben:
Übe Ehrfurcht vor dem Leben!
Du bist verloren, wenn wir schrei´n:
NEIN! NEIN! NEIN!

 

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Dein Hund in Liebe


Ich bin dein Hund und es gibt eine Kleinigkeit, die ich dir ins Ohr flüstern möchte.
Ich weiß, Ihr Menschen seid sehr beschäftigt. Manche müssen arbeiten, manche müssen Kinder großziehen. Immer musst du hierhin und dorthin laufen, oft viel zu schnell und oft auch, ohne die wirklich großartigen Dinge des Lebens zu bemerken.
Sieh einmal zu mir herunter, während du jetzt an deinem Computer sitzt.
Kannst du verstehen, auf welche Art meine dunkelbraunen Augen in deine Augen sehen?
Sie sind schon etwas trüb geworden und ein paar graue Haare habe ich rund um meine Schnauze.

Du lächelst mich an, ich sehe es in deinen Augen. Was siehst du in meinen?
Siehst du mein Wesen? Eine Seele in mir, die dich so sehr liebt, wie niemand sonst es könnte? Einen Geist, der dir alle früheren Versäumnisse vergeben würde, hättest du jetzt nur einen Moment Zeit für mich.
Manchmal müssen wir so jung sterben, so schnell, manchmal so plötzlich, dass es dein Herz zerbricht. Manchmal altern wir vor deinen Augen so langsam, dass du es nicht einmal merkst, ehe das Ende kommt, wenn wir dich mit ergrauten Schnauzen und katharrumwölkten Augen ansehen.

Immer noch ist die Liebe da, sogar noch wenn wir uns diesem langen Schlaf hingeben müssen, um frei in ein entferntes Land zu laufen, bis wir uns wiedersehen. Vielleicht bin ich morgen nicht mehr hier, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr hier. Eines Tages wirst du das Wasser aus deinen Augen wischen, das die Menschen haben, wenn tiefer Kummer ihre Seelen füllt, und du wirst dir Vorwürfe machen, dass du neulich nicht „nur einen weiteren Tag“ Zeit für mich hattest.

Weil ich dich so liebe, berühren deine Sorgen meine Seele und machen mich traurig. Komm her, setz dich zu mir auf den Boden und sieh mir tief in die Augen. Komm nicht als „Alpha“ zu mir oder als „Trainer“ oder womöglich als „Mama und Papa“... komm zu mir als eine lebende Seele, streich mir übers Haar, lass uns einander in die Augen sehen und einfach „reden“.

Du hast einmal beschlossen, mich in deinem Leben zu haben, weil du wolltest, dass eine Seele alles mir dir teilt. Jemand, der ganz anders ist als du – und hier bin ich.

Ich bin ein Hund, ich bin lebendig. Ich habe Gefühle, ich habe körperliche Sinne. Ich kann die Unterschiede in unserem Wesen, unseren Seelen fühlen.
Mit all deinen Marotten bist du menschlich und ich liebe dich trotzdem.

Nun komm, setz dich zu mir auf den Boden. Komm in meine Welt und lass die Zeit langsamer laufen, wenn auch nur für 15 Minuten. Vielleicht gibt es keine Morgen für uns. Das Leben ist so furchtbar kurz...

In Liebe Dein Hund

 

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Der Betrug

Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt, daß ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Meine rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen,
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich häßlich, mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht,
der Wind, der von Norden herüberstreicht.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
daß wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden gerade tausend neue Welpen geboren.

Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht
sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu, und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt...

I. Winiawsky

 

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Vier Tage


Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...


Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht, um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden - weil irgend etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat.


Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, dass Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich.


Aber für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsam überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt.


Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.


Und an diesem Tag - wenn sich Dein Freund und Gott gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht.


Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen.
Und wenn es Dir typisch ergeht, wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten.


Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen, von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden.


Und in den Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren - nur ganz leicht.
Und wenn Du auf den Platz runterschaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster - Freund gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und eine gähnende Leere in Deinem Herzen hinterlassen.
Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er sich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.


Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - entlang mit Erinnerungen Deines Haustieres - und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden. Da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jenem Tier, das wir geliebt - und verloren haben.


Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unserem geliebten Tiere anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden."

 

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Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund, er weint so bitter:
Habt ihr mich denn ganz vergessen, ihr Menschen, die mich einst besessen?

Wo seid ihr hin? Ich kann´s nicht fassen! Ihr habt mich hier... allein gelassen?
Draußen kommt die finstre Nacht, habt ihr an meine Angst gedacht?!

Kälte schleicht durch alle Ritzen, nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen Stehen, von dem Warten, von dem Flehen,

von dem Weinen, von dem Jammer such ich in der kalten Kammer
einen Platz um auszuruh´n. Kann ja sonst nichts andres tun.

Um mich her sind andre Hunde, jeder ist für sich allein
traurig heulen sie gegen Wände, gegen harten, kalten Stein.

Blanker Stein auf dem ich liege, feucht von meinem Seelenschmerz.
Wo sind die Menschen die ich liebe?! Menschen... ohne Stein als Herz...

Lange konnte ich nicht glauben, daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt!
Bin immer hin und her gelaufen, hab geweint, und hab gegrollt.

Tagelang hab ich gewartet, Futter nahm ich nicht ein Stück!
Wochen... sind daraus geworden... ! - von Euch... kam niemand mehr zurück!

Lange hab ich überlegt-was hab ich euch nur angetan?
Sicher war es furchtbar schlimm - sonst hättet ihr das nicht getan!

Draußen vor dem Eisengitter gehen viele, Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber, aber keiner holt mich ab.

Wenn ich auch mit meinen Blicken flehend um Vergebung bitte,
alle drehen mir den Rücken, keiner nimmt mich in die Mitte.

Manchmal aber kommen Kinder, und die spielen auch mit mir.
Doch wenn dann der Abend kommt, gehn sie heim und ich bleib hier!

Erinnerungen ziehn durch den Raum, warmes Heim und sanfte Hände,
Ach, wieder war es nur ein Traum, um mich herum sind kahle Wände.

Traurig stehe ich am Gitter, wedle freundlich jedem zu,
wer mich anschaut...? kommt nicht wieder, ganz egal was ich auch tu.

Die Hoffnung auf ein anderes Leben, bei Menschen, die mich wirklich lieben,
hab ich fast schon aufgegeben, denn immer heißt es: Hiergeblieben!

Lange Zeit ist schon vergangen...er wird schwächer, dieser Schmerz
und irgendwann hab ich vergessen, wie er war: DER MENSCH MIT HERZ...!

 

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Der alte Kettenhund

Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus. 
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus. 
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu, 
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh. 
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt; 
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt. 
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr, 
der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab's schon längst nicht mehr. 
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus, 
den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus. 
Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß. 
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück und nie werd ich sie los. 
Was Freiheit ist, das lern ich nie, doch weiß ich, ich bin treu. 
So lieg' ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.

 

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