Rammstein´s Tagebuch

 

--------------------------------------------------

1. Das Chaos hat einen Namen - Rammstein

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Rammstein. Meines Zeichens ein kleiner Mali-Rüde von 8 Wochen, liebevoll von meinem Frauchen auch Wuchtbrumme genannt (ich wiege immerhin schon 8 kg). Seit heute heiße ich noch zusätzlich Knalltüte. Warum auch immer.



Zuerst hatte ich am Freitag ganz schön Muffensausen, als ich in meinem neuen Zuhause auf 4 große, nicht gerade freundliche Schäferhunde traf. Aber mit Frauchens Zureden und meinem Charme habe ich gleich alle um den Finger wickeln können. Am meisten liebe ich von den Schäfern jetzt schon das Herder-Mädchen Juma, die mir vom Wesen und Temperament so ähnlich ist. Kein Plätzchen ist uns zu klein, unsere Ringkämpfe auszufechten oder uns um Spielzeug zu kloppen.



Alles, was ich sehe und was nicht niet- und nagelfest ist, gehört mir. Und wird auch sofort in meine "Räuberhöhle" geschleppt.



Und ich glaube, ich werde später mal Forscher. Ich erforsche jetzt schon, aus was für Material mein Spielzeug besteht.....



.....und wie niedrig bzw. hoch die Schmerzgrenze bei meinem Frauchen ist.



Ich weiß schon, wie man volle Wasserschüsseln apportiert, wie man Zeitungspapier schreddert, daß man in Füße ohne Schuhe nicht beißen darf, daß man mit der Tischdecke noch viele andere Sachen herunterziehen kann und daß Blumen auch unterhalb der Erde wachsen. Und irgendwie stöhnt Frauchen schon heute, daß die Schatten unter ihren Augen nicht von einem Kajalstift stammen. Hm......

Ich bin mal gespannt, was ich in diesem Chaotenhaufen hier noch so alles erleben werde.

 

-------------------------------------------------------------

2. Rammstein im Abenteuerland

Halli, hallo,

ich bin es wieder - Rammstein. Die Nervensäge, Wuchtbrumme und die Knalltüte. Jetzt bin ich schon seit einer Woche bei meinen neuen Zwei- und Vierbeinern. Und ich kann nur sagen - es gefällt mir saugut. Nicht nur, daß ich statt des eintönigen, trockenen Hundefutters jetzt täglich frisches, lecker riechendes und schmeckendes Fleisch bekomme. Nein, jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Alleine im Haus finde ich immer wieder neue Dinge, die ich genauer unter die Lupe nehmen möchte. Und mein Frauchen wird dann immer gaaanz schnell und beachtet mich wieder, wenn sie mal was anderes getan hat. Hm, und ich lerne immer noch. Leider meistens im Haus alles, was ich nicht darf (dabei mache ich das schon immer ganz heimlich). Und ich versuche krampfhaft, hier alles wohnlicher (hundlicher) zu gestallten. So auch im Schlafzimmer - da hängen doch die Zweibeiner so weiße Tücher vor die Fenster, so daß ich gar nicht durch die Balkontür schauen kann, was die Vögel draußen machen. Und da habe ich kurz Tarzan gespielt und für freie Sicht gesorgt. Oder Frauchen hat da so einige Töpfe mit Blumen stehen, von denen sie mir immer erzählt, daß die nach draußen kommen, wenn es wärmer wird. Und da ich eigentlich täglich finde, daß die Dinger im Haus beim Toben stören, will ich sie ihr immer schon nach draußen transportieren. Also, das darf ich auch nicht. Ach ja - ich könnte noch sooo viel aufzählen, was ich nicht darf.....Aber sonst ist es super hier und wir unternehmen gaaanz viel, damit ich die Welt kennenlerne. Und die ist einfach nur toll.

Am Samstag war ich das erste Mal in der Welpenschule, die mein Frauchen leitet. Puuuuh, da waren viele Hundebabies. Ich wollte einfach nicht mit denen spielen (wer spielt denn schon mit Babies, wenn er so tolle Spielkameraden wie Juma hat), habe mich mitten in die Gruppe gelegt und sie einfach ignoriert. Und wenn sie mich genervt haben, habe ich ihnen gezeigt, was eine Harke ist. Frauchen war nicht so begeistert davon. Aber dafür habe ich mich bei ihr wieder einschmeicheln können, als wir den Parcour ohne Leine durchlaufen haben (was kein anderer geschafft hat, jawoll!). Durch Sacktunnel, Reifen, klappernde Dosen, über Wippen und all solchen Kinderkram. Bääh! Ich bin Rammstein und nicht Pappnase.

Aber dann haben wir gaaaaanz viel Spaß gehabt. Frauchen ist mit Juma und mir nach Neheim gefahren, da, wo Juma auch so viel Spaß hat. Und jetzt zeige ich euch auch Fotos von mir im Abenteuerland.....

Das war so ein wackeliger Tisch mit voll beweglichem Drahtgeflecht - ich bin so darauf rumgetobt, daß Frauchen Angst hatte, ich falle da herunter. Weiber - die sollen uns Männer ruhig mal machen lassen.....



Hier inspiziere ich gerade die Duftmarken meiner zukünftigen Konkurrenz - Man(n) muß ja schließlich wissen, mit wem Man(n) es zu tun bekommt.....



Und hier lagen alles Dinge herum, die mein Entdeckerherz erfreut haben.....



Und dann hat mich Frauchen an den Fluß geführt......bäh, das hat mir nicht so gut gefallen. Wasser!!!!!

 

Aber die Strohballen waren super - der glatte Wahnsinn! Also, diese Dinger liebe ich. Ich wollte gar nicht mehr weg.....



Nachdem ich noch viele Dinge (alles Kinderkram) ganz easy gemeistert habe (auf schmalen Bänken balancieren, über Gitterroste laufen), sind wir in das Haus gegangen.

Uii, da lag eine Jacke auf der Erde. Und da ich ja ein gut erzogener Hund bin, wollte ich die Jacke aus dem Weg räumen - nicht, daß noch jemand darüber stolpert. Und wo Frauchen zuhause immer ganz flott wird, weil sie ja nicht will, daß ich ihr beim Aufräumen helfe, war heute ein Mann, der das toll fand und mich zur Belohnung noch dafür gestreichelt hat.



Hah! Habe ich es doch gewußt. Das ist ein Trick, um mir die Jacke wegzunehmen. Er hält mich feste und ein anderer Mann wollte mir die Jacke stehlen. Aber das habe ich nicht zugelassen.....



Das ist meine Jacke! Diiiiiiiiiiiieeebe! Na warte......

Geschafft! Ich habe natürlich gleich meinen Siegesritt auf der Jacke gemacht.



Aber damit war noch kein Ende in Sicht. Dieser eine Mann hat einen Lederlappen zum Leben erweckt, der hin- und herhüpfte. Boah, war das aufregend. Das Teil wollte ich unbedingt haben.



Das fand dieser Mann wieder so toll, daß er mich wieder gestreichelt hat. Aber diesmal falle ich nicht auf ihn rein. Den Lappen lasse ich sooo schnell nicht los.



SIEGER!!!!!!!



Das war ein wunderschönes Wochenende! Und ich war abends so müde, daß ich noch nicht einmal beim Essenmachen aufgepaßt habe, ob vielleicht etwas für mich herunterfällt. Ich habe das leider mal wieder auf der offenen Tür vom Geschirrspüler verschlafen. *gähn*



So, daß war´s für heute. Bis zum nächsten Mal.

 

-------------------------------------------------------------

3. Rammstein - der Entdecker

Hallo Leute,

kennt ihr mich noch? Ich bin Rammstein und heute 10 Wochen alt geworden. Mittlerweile wiege ich 9,5 kg und Frauchen seufzt immer dabei, wenn sie sagt, dass ich schon wieder gewachsen bin. Na ja, jetzt bin ich schon mehr als 2 Wochen in meiner neuen Familie. Und ich fühle mich immer noch pudelwohl. Langsam gönne ich es auch meinem Frauchen, nachts mal 5 Stunden am Stück zu schlafen. Aber nur manchmal. Meistens drückt mich die Blase zwischen 2 und 3 x pro Nacht. Dann kann ich einfach nicht mehr einhalten und melde mich dann. Allerdings braucht Frauchen mich nicht mehr auf meine „Toilette“ in den Garten zu tragen – ich weiß schon selber, wo die ist. Sie öffnet jetzt nur noch die Haustür und ich gehe schon ganz alleine dorthin. Hihi – das war auch manches mal ganz schön kalt für Frauchen, nur im Nachthemd mit mir nach draußen zu gehen. Denn Zeit, sich eben was überzuziehen, habe ich ihr einfach nicht gegeben. So nötig musste ich. Allerdings muß Frauchen mich oftmals nachts nach dem Pippimachen wieder hereinholen. Denn ich finde es im Dunkeln im Garten einfach nur spannend und wusel nach meinem kleinen oder großen Geschäft noch etwas unter den Büschen herum.

Frauchen füttert mich mit immer mehr leckeren Sachen. Ich habe schon meinen ersten Pansen gefressen, meinen ersten Kaninchenkopf und sogar meinen eigenen Oberschenkelknochen, den ich allerdings nur benage. NOCH ist er zu groß. Aber bald.......



Juma, das Herder-Mädchen, ist immer noch meine Nr. 1 bei den Hunden. Sie zeigt mir alles, was man so im Haus machen kann. Und der Geheimtip von Juma und mir ist immer noch die Spülmaschine. Die Sachen darin duften soooo gut und man kann toll mit ihnen spielen.



Und manches Mal denke ich bei unseren Spielen, dass Frauchen ein Chamäleon sein muß, weil sie so die Gesichtsfarbe wechselt, wenn sie uns mal wieder bei irgend einem tollen Spiel sieht. Letzte Woche wurde Frauchen ganz käsigbleich, als sie Juma und mir das Schälmesser aus unseren Fängen entfernt hat, um das wir uns gestritten haben. Oder als sie feststellte, dass ich von der Couch aus auf die Fensterbank klettern kann – irgendwie habe ich mir ihre Freude ganz anders vorgestellt. Dabei wollte ich doch nur aus dem weit geöffneten Fenster schauen.

Im Haus wird es mir zwar immer noch nicht langweilig, weil es täglich immer wieder neue Dinge zu erforschen gibt, aber ich fange gerade an, meine Umwelt außerhalb unseres Heimes zu ergründen. Und die ist ganz schön aufregend. Letzte Woche war Frauchen mit mir in einem Baumarkt. Ich fand das voll cool. Vor allem hatte es mir die Gartenabteilung angetan mit den vielen Pflanzen in den Regalen. Ich wollte schon wieder meiner heimlichen Leidenschaft, dem Wachsen der Blumen unterhalb der Erde nachgehen, wofür mein Frauchen aber diesmal wirklich kein Verständnis hatte.

Wir wohnen ja mitten in einem Truppenübungsgelände. Dort ist immer allerhand los. Da laufen immer grün gekleidete Menschen herum, die auch schießen und sich vor uns in den Gebüschen verstecken. Pah – als wenn ich nicht wüsste, dass die da sind. Juma und ich haben schon öfter welche aufgescheucht. Die fanden das erst gar nicht lustig, was ich ja auch verstehen kann. Ist ja megapeinlich für die Leute. Schließlich wollten sie doch unentdeckt bleiben. Einen Tag habe ich auch riesige Fahrzeuge gesehen, die Frauchen Panzer nennt. Manno, die machen ja einen Lärm. Aber Angst hatte ich nicht, als 3 von diesen Dingern ganz dicht an uns vorbeigefahren sind. Ich habe vorsichtshalber zwischen Frauchens Beinen gesessen, nur um sie vor diesen Ungetümen zu schützen.

Hm, momentan erforsche ich ja nicht nur meine Umgebung außerhalb meines Heimes, sondern auch, was die anderen Schäfer von Frauchen so alles draußen treiben. Und irgendwie habe ich das Gefühl, ich nerve sie. Ewig werde ich vertrieben bzw. ihre Gesichtsmimik lässt meistens auf nichts Gutes hoffen. Dabei will ich ihnen doch nur helfen und.....

Apoll die Zähne putzen,



mit Juma Mäuse fangen oder mit ihr „Attaque“ spielen,





Cora helfen, ihren Ball zu tragen oder brüderlich den Pansen zu teilen,





mit Josy unter Tage zu arbeiten.

 

Und ich kann schon ganz schön schnell laufen. Frauchen sieht das wegen meiner jungen Knochen nicht so gerne, wenn ich so renne, aber manchmal überkommt es mich einfach.





Tja, das war wieder eine laaange, wunderschöne Woche. Und den Ausklang eines Tages kennt ihr ja sicher schon – ich verpenne mal wieder das Essenmachen. Diesmal nicht mehr auf der Spülmaschine (ich werde langsam zu schwer), sondern bei meinen Schäfern, die mir trotz meines Generves einfach nicht böse sein können.

Apoll liebt mich.....



Josy liebt mich.....



und sogar Cora liebt mich.....



So, das war es wieder. Ich hoffe, ihr habt an meinen Erlebnissen genauso viel Spaß wie ich. Ich freue mich jedenfalls auf diese neue Woche, denn dann will Frauchen mit mir Fährten gehen. Und dann ist ja am Wochenende noch das Arbeitstreffen in Neheim. Das wird bestimmt wieder ganz aufregend.

Bis später,

euer Rammstein

 

 

-------------------------------------------------------------

4. Rammstein - und das Leben ist voll aufregend!

Hallo, ich bin es wieder, Rammstein.



Heute bin ich 11 Wochen alt geworden und wiege 11 kg. Wie groß ich bin, weiß ich nicht. Frauchen schafft es einfach nicht, mich zu messen. Ich habe es immer sooo eilig. Na ja, vielleicht sollte sie es mal versuchen, wenn ich schlafe.

Meine Namensliste hat sich übrigens schon erweitert. Jetzt nennt man mich nicht mehr nur Wuchtbrumme und Knalltüte, sondern auch „kleines Ar...loch“. Herrchen hat mir diesen Namen verpaßt und das nur, weil wir beide kleine Differenzen über Dinge hatten, die ich näher untersuchen wollte und worüber Herrchen überhaupt nicht glücklich war. Na ja, ich habe mit ihm darüber ausgiebig diskutiert und ihn mit meiner furchtbarsten Stimme und dem strahlendsten Lächeln meiner Zähne überzeugen wollen, dass ich recht habe. Gewonnen hat letztendlich Herrchen – noch.

Mein Herder-Mädchen Juma hat mich in die großen Düfte der weiten Welt eingewiesen. So, wie es die auch für Menschen gibt, hat sie mir die tollsten Hunde-Douglas-Filialen auf unseren Spazierwegen gezeigt. Die einzelnen Parfums haben zwar keine klangvollen französischen Namen wie Dior oder Chanel, sondern nur einfache, gute deutsche Namen. Aber man weiß wenigstens, wie man hinterher riecht. Also mein momentaner Favorit ist Wildschweinscheiße, Juma ist verrückt nach Aas. Aber auch Fuchskacke und Kuhfladen haben wir schon ausgiebig begutachtet. Und bei uns riechen viele Felder momentan auch so toll, weil die Bauern sie mit großen Traktoren parfümieren. Frauchen ist überhaupt nicht begeistert, weil wir täglich anders riechen. Sie macht dann immer ganz grässliche Gesichtsgymnastik und rümpft die Nase und ihr Mund öffnet sich nur zu einem grauenvoll hervorgerufenen „Bääääh!“. Aber sie rächt sich an uns, indem sie uns mit einem nassen Waschlappen und Zahnpasta und noch mehr Wasser säubert. Vielleicht sollten wir das auch mal bei den Zweibeinern machen.......welche empfindliche Hundenase liebt schon Deos, Parfum oder Rasierwasser. Aber unsere Meinung wird einfach diesbezüglich total ignoriert.

Am Wochenende hatten Arbeitstreffen vom CGH in Neheim. Boah, das war einfach nur toll. Jede Menge netter Leute mit ihren Fellnasen sind dort gewesen. Und aus dem Hundeplatz, sonst eine grüne Wiese mit ein paar Verstecken und Hürden drauf, war ein regelrechtes Durcheinander geworden. Dort lagen leere Flaschen herum, Kinderwagen, Wippen, Dosen und Tunnel. Das war echt aufregend. Nachdem Frauchen mit Juma gearbeitet hat, durfte ich als Youngster auch alle Übungen machen. Na gut – nicht alle. Das Springen habe ich den Großen überlassen.



Auf solchen Untergründen mußte ich genaus souverän laufen und sitzen.....



...wie einen Korb bewachen. Hach – wer den Korb haben wollte, hätte mich wegtragen müssen. Obwohl Frauchen mich dann doch dort ganz scharf im Auge behalten hat – da gab es so einige Interessierte, die genau das machen wollten.




Dieser wackelige Tisch mit Drahtgeflecht ist einfach toll. Was man darauf so alles machen kann.....



....und da hingen doch wirklich Dosen vom Himmel, durch die ich gehen mußte.

Na ja, ich habe noch eine Wippe gemeistert, bin durch herumliegende Flaschen gelaufen (die ich gerne mitnehmen wollte), und auch der hohe Steg war überhaupt kein Problem für mich.


Tja.....und dann wurde Schutzdienst gemacht. Schutzdienst ist dieses super Spiel, wo wieder dieser nette Mann kommt, der toll mit mir spielt. Der Lappen zum Leben erweckt, die ich dann fangen und wegtragen darf.



Da, der Lappen ist zum Leben erweckt. Der nette Mann kämpft schon mit ihm. Ich muß ihm unbedingt dabei helfen....



Jetzt habe ich dem Lappen das Leben ausgehaucht und der Mann will ihn wiederhaben. Das geht aber nicht. NEIN! Ich mache ihm hier deutlich, dass das jetzt meine Beute ist.



Gewonnen!



Hier wimmelte es nur so von Feinden. Immer wieder erwachte neue Beute zum Leben......



.....was für mich aber kein Problem darstelle.



Und der liebe Mann war immer wieder glücklich, dass ich ihm so geholfen habe. Ich bin ja auch ein tolle, kleine Knalltüte. Das sagt Frauchen jedenfalls immer.



Manno, also das macht echt Spaß. Lebensretter zu sein ist ein toller Job. Und zur Belohnung darf ich immer eine "erlegte" Beute mit ins Auto nehmen.

Wie ihr seht – das war wieder eine wunderschöne Woche. Voll aufregend. Na ja, und was passiert mir natürlich wieder am Ende des Tages? Ich verpenne das Essenmachen.



Ich bin nur noch in mein 1,80 x 2 m großes Hundbett geklettert. Und weil ich so fix und fertig war, hat Frauchen ein Foto von mir bei Nachttischbeleuchtung gemacht. Muß ja auch keiner sehen, wie groggy ich bin.

So, das war es wieder. Ich wünsche euch eine schöne Woche. Und sage nur.....bis demnächst mal wieder.

 

-------------------------------------------------------------

5. Rammstein - wer denn sonst?

Hallo, ihr Lieben,

ich bin es wieder, euer Rammstein.

Habe ich heute schon erwähnt, dass ich genau 12 Wochen alt bin? Laut Waage und dem damit mal wieder entsetzten Gesicht von Frauchen beträgt mein Gewicht 12 kg. Und endlich weiß ich auch, dass ich jetzt beim Ordnungsamt unter die Rubrik 40/20 falle – nee, nee - nicht vom Gewicht. Mein Stockmaß beträgt jetzt nämlich schon 43 cm. Aber auch wenn ich schon ein großer, kräftiger Junge bin – Fett an meinem Körper habe ich nicht. Dafür sorgt mein Herder-Mädchen Juma schon. Das sind alles nur Muskeln und ........ Na gut, mehr zu dem Thema, wenn ich 18 bin.

Was mir als junger Mann nur wirklich Sorgen bereitet, sind meine Ohren. Die widersetzen sich immer noch nicht der Schwerkraft und hängen schlaff zu beiden Seiten meines Kopfes herunter. Wenn ich mich gaaanz doll anstrenge, um zu lauschen, ob die Nachbarskatze auf unserem Grundstück ist, tja, dann richten sie sich schon etwas auf. Und wenn ich draußen schnell genug laufe.....da stehen sie fast wie die von den anderen Schäfern hier im Haus. Ich hoffe ja wirklich noch auf ein Wunder.......



Die letzte Woche war wieder aufregend. Frauchen und ich waren fast täglich Fährten. Das ist eine Sache, die mir wirklich gefallen könnte. Auch wenn sie etwas komisch ist – da darf ich doch verloren gegangene Leckerchen von der Erde aufzunehmen, etwas, was sonst von Frauchen bei uns allen ganz streng geahndet wird. Echt seltsam, die Zweibeiner. Aber ich muß gestehen, es macht wirklich Spaß, mit der Nase durch die Wiese zu wuseln und dort die versteckten Leckerchen zu finden, die ich dann auch noch futtern darf. Komisch finde ich nur, dass Frauchen bei ihrem Spaziergang nicht mitbekommen hat, als sie diese verloren hat. Mir persönlich könnte so etwas ja niemals passieren. Aber dafür hat sie ja jetzt mich.





Am Sonntag waren wir auf der Landesmeisterschaft VPG vom DVG. Frauchen hat mich mit zu dieser Veranstaltung mitgenommen. Boah, da waren echt viele Menschen, wunderbare, nach Würstchen riechende Häuschen und jede Menge Artgenossen. Frauchen war richtig stolz auf mich, weil ich da so locker durch die Menschenmengen gelaufen bin, mal hier und mal dort geschnuppert habe und keine Angst hatte. Ganz im Gegenteil. Und die Menschen dort waren echt nett. Viele haben mich angelacht, gestreichelt und wollten mir Leckerchen geben. Aber das hat Frauchen strengstens verboten – manno!!!!! Spielverderber!

Ich habe mich dort gleich mit mehreren kleinen Zweibeinern anfreunden können. Wir haben uns angeregt über die Macken unserer Eltern bzw. Frauchen und Herrchen unterhalten und festgestellt, daß es eben verdammt lange dauert, bis man sie ordentlich erzogen hat. *seufz*



Hach, und da gab es einen Verkaufsstand, der ganz viele, tolle Leckerchen hatte. Aber auch andere Vierbeiner waren da, die auch ein Auge darauf geworfen hatten. Aber ich habe gleich vehement - so, wie man es von mir kennt - meine Besitzansprüche geltend gemacht.



Und meine Artgenossen, die dort von Zweibeinern in komischen Hundeklamotten (Frauchen nennt das Anzüge) beurteilt wurden, haben echt super Leistungen gezeigt. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern. Da steht mir und Frauchen noch eine Menge Arbeit bevor, wenn wir auch nur annähernd so gut werden wollen. Aber wir haben ja noch viiiiiel Zeit.

So, ihr Lieben. Ich muß Schluß machen. Frauchen steht schon wieder mit einem Eimer Wasser, einem Waschlappen und der Zahnpasta parat. Ich habe nämlich heute morgen unterwegs eine Stippvisite in einer Hunde-Douglas-Filiale gemacht.



Die hatten da einen neuen Duft parat, dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Rehscheiße – ein zwar nicht so streng riechender, männlicher Duft wie Wildschweinkacke, aber ich probiere ja gerade aus, welche Marke am besten zu mir passt (und worauf die Damenwelt so fliegt). Na ja, auf Frauchen scheinen sie ja alle nicht zu wirken. Aber irgendwann werde ich extra für sie auch die Marke finden, der sie nicht widerstehen kann. Bis dahin werde ich jedenfalls brav weiter probieren.

Liebe, nicht ganz so männlich stinke Grüße

 

-------------------------------------------------------------

6. Rammstein - der Hausmann

So, da bin ich wieder, Rammstein.



Ich bin jetzt 13 Wochen und 2 Tage alt und herrsche seit fast 6 Wochen in diesem Haushalt. Na gut – mit Juma und den anderen Schäfern zusammen. Frauchen hat heute versucht, mich zu messen. Bestimmt 3 oder 4 Mal hat sie den Zollstock angesetzt und immer wieder gesagt, das könne nicht sein. 46 cm habe ich jetzt und wiege 12,5 kg. Ich hätte bestimmt noch die 13 kg vollbekommen, wenn ich nicht etwas mehr als einen Tag lang Durchfall gehabt hätte. Frauchen meint, dass ich keine Buttermilch vertrage. Ich fand die Buttermilch ganz lecker und fände es verdammt schade, sie aus so einem blöden Grund nicht mehr zu bekommen. Und sooo schlimm war der Durchfall nun auch nicht. Das einzige Handicap daran war, dass ich es meistens nicht nach draußen geschafft habe. Aber was soll´s – dafür wurde ich mit dem tollen Anblick von Frauchen belohnt, die hinter meinen Outputs auf der Erde herumkroch und irgendwelche, für mich fremd klingende Worte brummte, während sie diese wegmachte.

Und wie ihr auf einigen Bildern sehen könnt, sind meine Bitten erhört worden. Meine Ohren fangen wirklich an, sich der Schwerkraft zu widersetzen. Na ja, jedenfalls meistens. Irgendwie sehe ich doch so viiiiiiel männlicher und erwachsener aus, oder?



Tja, Frauchen hat nach fast 6 Wochen, die ich jetzt schon hier bin, endlich resigniert und eingesehen, dass es nichts nutzt, Sperren im Haus zu errichten. Seit genau 3 Tagen kann ich dank Frauchens Klettertraining, was wir immer draußen über Baumstämme und Steine machen, über diese Sperren im Haus klettern. Und seit dieser Zeit sind mir alle Wege geöffnet und ich werde momentan ein richtig kleiner Hausmann, der Frauchen bei all ihren täglichen Arbeiten behilflich ist. Natürlich ist auch mein Herdermädchen Juma immer dabei.

Jumchen und ich schütteln die Betten aus.....



Das Geschirr wird vor dem Einräumen in die Spülmaschine gründlich vorgespült und natürlich auch wieder ganz schnell ausgeräumt.....



Die Schmutzwäsche wird in den Keller gebracht....



Die Klobürste wird gründlichst von uns gereinigt.....(obwohl Frauchen das überhaupt nicht gefallen hat)



Pfandflaschen werden zusammengetragen.....



und vieles andere mehr.

Ihr seht also, Arbeit gibt es hier für Jumchen und mich genug. Die anderen Schäfer sind richtig faul. Die liegen währenddessen nur im Weg rum und meckern und maulen noch, wenn wir sie während unserer Arbeit mal anrempeln.

Ich freue mich schon, wenn in den nächsten Tagen die Gartenarbeit beginnt. Unser Garten liegt nämlich ganz schön im argen. Ich habe Frauchen schon ganz dezent darauf hingewiesen und angefangen, einige Zweige zu schneiden und Blumenkübel zu leeren. Nur Frauchen will momentan nicht und zögert das immer wieder hinaus.......Keine Angst, Frauchen. Ich bin doch bei dir.

Geistig werde ich auch immens gefordert. Ich lerne nämlich momentan gaaaanz viel. Täglich, könnte man sagen. Alles Dinge, die ich leider NICHT darf! Ich darf keine Kabel vom Computer zernagen. Ich darf zukünftig bei Strafe keine Blumen mehr auf den Betten umtopfen. Und ich darf keine Jacken mehr von der Garderobe reißen und dann auch noch deren Taschen von Leckerchen befreien. Ich darf erst in 3 Jahren die Tapeten von den Wänden reißen. Und an den Klobürsten MÜSSEN die Borsten dran bleiben. Wasserschüsseln dürfen nur noch leer apportiert werden. Das sind eine Menge Verbote, die ich hier auferlegt bekomme. Aber ich bin sicher, Frauchen und ich werden uns schon einig und diesen oder jenen Punkt streichen. Ich denke da so an die Klobürste, die eine animalische Wirkung auf mich hat und um die ich mich mit Juma immer kloppe. Oder die Jacken mit den Leckerchen an der Garderobe, die jetzt übrigens alle ohne Haken sind.

So, das war wieder ein kleiner Wochenüberblick. Viele liebe Grüße an alle anderen Fellnasen und bis demnächst mal.......

Euer "Hausmann" Rammstein mit "Zimmermädchen" Juma

 

-------------------------------------------------------------

7. Rammstein - und es ist Frühling!

Ha – da bin ich wieder. Ihr dachtet wohl, ihr seid mich los, nur weil ich seit 14 Tagen keine Tagebucheintragung mehr vorgenommen habe. Seit gestern bin ich 15 Wochen alt, 14,8 kg schwer und 48 cm groß. Mein offizieller Name lautet immer noch Rammstein, auch wenn man mich hinter vorgehaltener Hand „kleiner Mann“, „Knalltüte“ oder „kleines Ar....loch“ nennt. Seit über 7 Wochen lebe ich in diesem Chaotenhaufen und ich muß ehrlich sagen, ich habe eine Menge hier zu tun.



Was soll ich groß aus meinem Leben erzählen? Frauchen und ich gehen regelmäßig Fährten und ca.3 x wöchentlich beim CGH trainieren. In die Welpenspielgruppe gehe ich nicht mehr –jedenfalls brauche ich nicht mehr mit den anderen Welpen in die Ausläufe zum Spielen. Frauchen hat endlich, wenn auch zähneknirschend, eingesehen, dass ein großer Junge wie ich in einem Kindergarten nichts verloren hat. Allerdings besteht sie darauf, dass ich bei den Übungen bezüglich Umwelt- und Sozialverhalten mitmache. Aber ich verspreche euch – nicht mehr lange! So wahr ich Rammstein heiße.

Ich bin richtig stolz – wie die anderen Schäfer, mit denen ich zusammen lebe, habe ich jetzt auf Spaziergängen meinen eigenen Ball. Und das ist der schönste Ball der Welt. Rund, aus etwas weicherem Gummi mit einem Band daran. Ich trage ihn wie einen Schatz hinter den anderen Schäfern her und passe auf, dass kein anderer ihn bekommt. Ich habe ihn anfänglich erst am Band getragen. Frauchen hat dann immer gelacht und gesagt, ich sähe aus, als wenn ich eine Christbaumkugel tragen würde. Na ja, und weil mir der Ball immer um den Kopf knallte, wenn ich lief, trage ich ihn jetzt im Fang. Und wenn ich ihn mal irgendwo liegen lasse, weil ich ja Juma immer zwischendurch in die Flanken kneifen muß, suche und finde ich ihn hinterher auch auf Anhieb immer wieder.



Jetzt war ich doch bei meinem letzten Bericht so stolz darauf, dass man mir äußerlich langsam meine Männlichkeit ansieht. Ich spreche von meinen Ohren, die sich allen physikalischen Gesetzen widersetzt haben und schon so toll gestanden haben. Seit ca. 4 Tagen steht ein Ohr und das andere hängt schlapp wie der Lauscher eines Dackels herunter. Ich bin total deprimiert. Was mich genauso erschüttert ist die Tatsache, dass ich mich nicht mehr trauen kann, zu lächeln – meine Kauleiste ist nämlich dick geschwollen. Frauchen hat irgendwas von Zahnung gelabert. Verstehen kann ich das nicht – ich habe meine Beißerchen doch erst seit ein paar Wochen und soll sie jetzt schon wieder verlieren? Könnt ihr euch vorstellen, wie es in mir aussieht? Mein Ohr hängt runter, ich verliere die Zähne, ich darf die nächsten Wochen keinen Schutzdienst mehr machen – ich bin total deprimiert und verstehe echt die Welt nicht mehr. Ein Mali-Mann zu werden ist verdammt hart.



Und noch etwas ist toll am Erwachsenwerden: Ich habe die Welt auf 2 Beinen entdeckt. Ihr wisst nicht, was ich meine? Na – ein Hund ist auf 2 Beinen viiiiiiel größer als auf vier Beinen. Und das macht sich in so einem Haushalt doch schon sehr bemerkbar. Wie interessant so eine Arbeitsplatte in der Küche aus dieser Perspektive ist, könnt ihr euch doch bestimmt denken. Und da ich ja mit meinen Hinterläufen auf der Erde stehe, benutze ich wie die Zweibeiner meine Vorderläufe dazu, die Arbeitsplatte abzuräumen. Und da kommen die unglaublichsten Dinge zum „Vorschein“. Ich kann schon nicht mehr mitzählen, wie oft ich Frauchen dann in ihrer komischen Sprache habe sprechen hören, wenn sie Essen von der Erde aufwischt (was ich dann nicht haben darf, obwohl ich doch hart dafür gearbeitet habe) oder Scherben beseitigt hat (mit einem Handfeger, der schon ziemlich kränkelt, weil er dank mir bald kahlköpfig ist).



Und endlich, endlich, endlich, hat Frauchen angefangen, im Garten zu arbeiten. So körperliche Arbeiten an der frischen Luft sind doch das schönste und gesündeste, was es auf der Welt gibt. Gestern haben wir mit dem Unkrautjäten angefangen. Wir – Frauchen, ich, Juma, Apoll, Josy und Cora. Stellt euch mal 5 Hunde vor, die wie ein Spalier um Frauchen herumstehen und darauf warten, dass sie die ausgerissenen Blumen hinter sich auf einen Haufen wirft. 5 Hunde, von denen jeder dann versucht, im Konkurrenzkampf die Blumen aufzufangen. Boah, das war Action pur. Na ja, leider war Frauchen kurze Zeit später der Meinung, wir hätten genug gearbeitet und hat uns weggeschickt. Juma und ich haben dann schon mal tiefe Löcher in die Erde gebuddelt, damit Frauchen dort neue Blumen einpflanzen kann. Und da wir ja gerade schon so schön in Aktion waren, haben wir einen großen Blumenkübel von einem Bäumchen befreit, weil der einfach optisch überhaupt nicht dorthin passte. Frauchen war so erfreut darüber, dass sie in laute Begeisterungsschreie ausgebrochen ist. Aber Frauchen – das haben wir doch gerne gemacht. Übrigens – wer noch fleißige Helfer im Garten braucht, kann uns buchen. Frauchen sagt, sie hätte nichts dagegen. Also – Juma und ich stellen uns hiermit als Gärtner zur Verfügung. Zwei Naturtalente, beide ausgestattet mit dem „grünen Daumen“.... ähm ich meine natürlich mit der „grünen Kralle“. Anmeldungen können über das Kontaktformular erfolgen.





Tja, ihr Lieben – habt ihr auch am Sonntag den Muttertag nicht vergessen? Ich ganz bestimmt nicht. Frauchen hat von mir gestern – zwar verspätet, aber von Herzen – noch einen wunderschönen Blumenstrauß bekommen. Na ja, ich muß gestehen, dass ich diesen Strauß heimlich vom Wohnzimmertisch geklaut habe. Aber ich hoffe, dass Frauchen das nicht gemerkt hat.



So, ihr Lieben. Das war es wieder für diese Woche. Mal sehen, was alles in der nächsten Woche passiert. Ich werde euch berichten.

Bunte, blumige und blühende Grüße

Eure „grünen Krallen“ Juma und Rammstein

 

-------------------------------------------------------------

8. Rammstein - ganz cool!

So, da bin ich wieder.


Seit 3 Wochen habe ich nichts mehr gepostet. Aber Frauchen hat momentan so viel um die Ohren (was auch mit mir zusammenhängt), dass einfach die Zeit fehlt. Mal sehen, ob ich noch zusammen bekomme, was alles so passiert ist.

Ich heiße immer noch Rammstein, Knalltüte, kleiner Mann.




 

Und ich bin endlich aufgestiegen vom kleinen zum großen Ar....loch, weil ich vor 14 Tagen auf den Wohnzimmertisch gepinkelt habe. Frauchen hat mich dabei (Gott sei Dank) nicht in flagranti erwischt. Leider, wie sie sagt. Ehrlich gesagt, möchte ich auch nicht wissen, was dann gewesen wäre. Denn so einen Gesichtsausdruck wie an diesem Tag habe ich bei ihr noch nie gesehen. Fassungslosigkeit und Unglauben, gepaart mit Entsetzen – aber irgendwie konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass nach ein paar Minuten bei ihr auch hysterisches Gelächter durchbrechen wollte.

Seit vorgestern bin ich 18 Wochen alt, 52 cm groß und 18 kg schwer. Die Zahnung ist bei mir immer noch nicht durch. Einen Großteil meiner neuen Zähne habe ich schon, was ziemlich blöd neben meinen Piranha-Beißerchen aussieht. Und von meinen Ohren rede ich erst gar nicht.



Gerade komme ich von unserer Mittagsrunde. Heute waren wieder viele Stahlungetüme, Frauchen nennt sie Panzer, bei uns im Gelände unterwegs.



Angst vor ihnen habe ich überhaupt nicht mehr. Hatte ich eigentlich auch nie – ich habe die Zeit nur wegen des Lärms und Gestanks, den diese Dinger verbreiten, zwischen Frauchens Beinen verbracht. Frauchen sagt, dass die Panzer nicht mehr lange hier herfahren, weil die Bundeswehr woanders hingeht. Dafür kommen wohl demnächst Galloway-Rinder auf die vielen, riesigen Wiesen. Ich hoffe, die sind nicht so riesig und laut und stinken so.

Momentan versuche ich gerade auszutesten, inwieweit Frauchen MIR gehorcht. Wenn ich z.B. nicht in die Box ins Auto möchte (obwohl ich wahnsinnig gerne Auto fahre) und mich aus Wut darüber in Frauchens Arm verbeiße. Oder wenn Frauchen mich beim Spaziergang an die Leine nehmen will und ich ihr Rufen einfach ignoriere. Aber leider reagiert Frauchen gar nicht so, wie ich es gerne hätte. Sie regt sich weder darüber auf noch lässt sie das durchgehen. Irgendwie weiß ich dann nie, ob ich gewonnen habe oder Frauchen. Aber zusammen finden wir immer eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist.

Letzte Woche bin ich das erste Mal in einem Linienbus gefahren. Frauchen hatte noch einiges in der Stadt zu erledigen und ist kurzerhand mit mir im Bus dorthin gefahren. Boah, das hat echt Spaß gemacht. Busfahren finde ich einfach toll. Als ich Anstalten machte, die Fahrt nicht auf dem Boden des Busses verbringen zu wollen, hat Frauchen mir ein Handtuch auf die Sitze gelegt und ich habe die Fahrt schlafend verbracht.

In der Stadt war echt viel los. Andere Gerüche, viel Lärm, Gestank, überall Asphalt, kaum Wiesen und Bäume und jede Menge Menschen (es war auch noch Markttag) haben mir mal wieder gezeigt, wie toll wir doch in unserem kleinen Dörfchen wohnen. Obwohl es auch sehr interessant war, an den diversen Ecken und Bäumen mal etwas anderes als unser Provinzblatt zu lesen. Wir waren beim Schuster und in einer Buchhandlung. Tja, und dann waren wir Eis essen. Ich betone mal „WIR“, denn Frauchen hat mir auch eine Kugel Eis bestellt. Hmmmmm, war das lecker.

Pfingsten waren wir in Thüringen zum CGH-Arbeitstreffen. Nach zig Stunden Autofahrt, die ich, eingesperrt in meiner Box, echt langweilig fand, sind wir endlich angekommen. Boah, der Verein und die Umgebung waren einfach toll. Der Platz war geschmückt mit vielen Flatterbändern, Planen und anderen Accessoires, die ich echt interessant fand. Und laute Musik war aus einer Anlage zu hören. Das diente dazu, um zu testen, ob wir uns durch so einen Firlefanz abschrecken lassen. Auch so ein ziemlich hohes Podest war dort. Frauchen war megastolz, als ich die steilen, glitschigen Holzstufen hoch- und wieder herunterkletterte.



Am interessantesten fand ich die Wurststücke, die überall herumlagen.



Frauchen ist der Meinung, dass die Futterverweigerung bei mir noch ein nerviges Stück Arbeit wird – so verfressen, wie ich bin. Jetzt üben wir zuhause – ich muß vor meinem Futter so lange sitzen bleiben, bis Frauchen es mir erlaubt, zu fressen. Und das ist jedes Mal ein harter Kampf, denn so ohne weiteres sehe ich, Rammstein, diese echt bescheuerte Regel wirklich nicht ein.

Obwohl ich die letzte Zeit wegen meiner Zahnung keinen Schutzdienst machen darf, haben wir in Thüringen trotzdem etwas gearbeitet. Das war echt cool – da wollten die mich vom Schutzdienst insofern abhalten, dass sie den Weg zum Lappen mit diversen Dingen, wie Flaschen, Stühlen etc. versperrt haben. Pöh – ab durch die Mitte und rein in den Lappen war meine Devise. Sogar mit Brennesseln und Büschen haben sie versucht, mich von dem Schutzdienst abzuhalten.



Unterordnungsmäßig arbeitet Frauchen mit mir momentan nur die Positionen (Sitz, Platz, Steh) auf der Erde oder auf einem Tisch.



Und die Korbbewachung üben wir auch schon. Das ist eine übrigens eine komische Sache – zuhause darf ich in den Einkaufskorb sonst nie hinein. Und bei dieser Korbbewachung bekomme ich sogar eine Belohnung, wenn ich mit den Vorderläufen darin stehe. Seltsam, diese Zweibeiner.

Tja, liebe Leute, das war es mal wieder. Ihr seht ja – langweilig wird es hier nie. Und wenn wir nicht woanders irgendetwas üben, übe ich mich zuhause mit Juma im Kräftemessen. Pah – noch 4 cm und ich bin nämlich genauso groß wie mein Herdermädchen. Und dann legt sie mich nicht mehr flach......so wahr ich Rammstein heiße.

In diesem Sinne

viele, liebe, kräftige Grüße

euer Supermann Rammstein und Amazone Juma

 

 

-------------------------------------------------------------

9. Rammstein - und es geht weiter!

Huhu – erinnert sich noch jemand an mich? Rammstein, Wuchtbrumme, Knalltüte, großes Ar...loch?



Ich bin mittlerweile 5 Monate und 2 Wochen alt – fast ein richtiger Mann. Die Zahnung ist durch, beide Hoden sind da, wo sie hingehören (ts, ts – worauf Frauchen alles achtet....ist doch wohl klar, oder?) und MEINE OHREN STEHEN!!!! Jawoll!!!



Und beim Barfen darf ich mich jetzt auch endlich an die Leckereien wagen, die die Großen sonst nur bekommen haben.




Leider hat Frauchen momentan nicht mehr so viel Zeit. Seit ein paar Wochen geht sie wieder arbeiten und lässt mich und die anderen Schäfer täglich für ca. 6 Stunden alleine. Anfänglich hat mich das wirklich etwas gestört, ich habe leise gejammert und gefiept. Aber ich bin ja Gott sei Dank nie alleine. Die anderen Schäfer sind ja auch noch da. Und weil Frauchen schon vor ihrer Arbeit lange mit uns läuft und uns anschließend allen ein schönes Frühstück macht, nutzen wir die Zeit ihrer Abwesenheit damit, ausgiebig zu verdauen und vorzuschlafen, um wieder fit zu sein, wenn sie nach Hause kommt. Denn dann ist Action pur angesagt. Bisher habe ich während ihrer Abwesenheit auch niemals etwas kaputt gemacht. Das mache ich nur, wenn sie zuhause ist und sich nicht genügend um mich kümmert. Dann fällt schon einmal der eine oder andere Gegenstand hier im Haus meiner Wut zum Opfer. Allerdings – was ich wirklich regelmäßig klaue, ist Butter. Frauchens Tochter, die ja auch hier im Haus wohnt, lässt immer die Butter herumstehen. Und ich als ordentlicher Hund räume sie dann eben weg – auf meine ganz liebenswerte, rammstein´sche Art natürlich (lägger).



Tja, zu meinen aktuellen Körpermaßen: Ich wiege 21 kg und bin 56 cm groß. Hihi, Frauchen hat ganz derbe geschimpft, weil sie mit mir heute morgen auf dem Arm auf die Waage musste. Denn mit Herrchen und mir zusammen hat diese gestreikt. Jedenfalls habe ich Herdermädchen Juma größen- und auch fast gewichtsmäßig eingeholt.



Momentan teste ich öfter meine Grenzen aus – schließlich muss ich ja langsam mal wissen, wo mein Rang innerhalb meiner Familie ist. Mit den Schäfern werde ich ganz locker fertig. Ich bin einfach zu schnell und zu wendig für sie, so dass sie mich für meine Frechheiten eigentlich fast nie strafen. Einzig Juma und ich fetzen uns momentan täglich. Obwohl sie doch nur ein Mädchen ist, hat sie definitiv hier im Haus die Hosen an. Das muss ich auch leider akzeptieren. Noch.......



 

Juma ist sowieso seit gestern ganz komisch. Sie mault alle anderen Hunde an und keiner wagt es, sich ihr zu widersetzen. Und zwischendurch verliert sie immer wieder ein Tröpfchen Blut. Frauchen brummt irgendwas von Läufigkeit und wird ganz nachdenklich, wenn sie mich und Apoll ansieht. Seltsam, diese Läufigkeit. Hoffentlich ist das keine schlimme Krankheit. Denn so aggressiv und launisch wie momentan kenne ich Juma eigentlich nicht. Nur eine falsche Bewegung der anderen Schäfer, und sie prügelt sich sofort mit ihnen. Apoll scheint aber Juma momentan besonders zu lieben – er rennt hinter ihr her und will ihr immer den Popo abputzen, was Juma wiederum zur Weißglut bringt. Hier ist wirklich viel los momentan. Tja, schon seltsam die Weiber. Die soll einer verstehen.



Dass mein Frauchen über uns alle der Boss ist (vor allem auch über mich), hat sie mir vor ca. 3 Wochen deutlich zu verstehen gegeben. Wir haben eine Lieferung mit Fleisch bekommen, was Frauchen in die Truhe packen wollte. Und weil ich ewig mit meinem Kopf in der Kiste hing (hm.......das roch aber auch lecker), hat Frauchen mich öfter wegschieben müssen. Irgendwann wurde mir das zu bunt und ich habe wütend geknurrt und voll Karacho in Frauchens Hand gebissen. Puuuh – mit Frauchens Reaktion hätte ich aber auch nicht gerechnet. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie sie mir ganz derbe eine geknallt hat. Autsch! Meine Wut war jedenfalls von Jetzt auf Gleich verraucht. Diese Lektion habe ich mir gemerkt. Nicht, dass jemand denkt, dass Frauchen mich öfter schlägt. Das war das erste Mal – und ich denke, dass es mir nicht geschadet hat. Ganz im Gegenteil. Ich schätze, Frauchens Hand tat nach meinem Biss genauso weh wie mir die Ohrfeige, die sie mir deswegen verpasst hat.


Jumchen und ich diskutieren hier gerade, wer das Fleischpaket öffnen darf

Seit 3 Übungsstunden darf ich wieder Schutzdienst machen. Ich bin richtig happy. Der Mann, mit dem ich immer kämpfe, hat aus Angst vor mir jetzt seine Arme und seine Beine mit dicken Polstern geschützt. Ich finde das echt toll, mal ins rechte, mal ins linke Bein oder in den rechten oder linken Arm beißen zu dürfen. Das macht riesigen Spaß. Und ich hole mir dann, was mir gehört, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Das findet der Mann immer ganz toll. Warum soll ich auch beim SD großartig quatschen – ich brauche mein Maul doch zum Beißen. Und mit vollem Maul spricht man eben nicht.

Letztes Wochenende waren wir in Dollbergen beim Herdertreffen. Dort habe ich ganz viele andere Hunde gesehen, die aussahen wie mein Jumchen. Frauchen hat dort mit Juma gezeigt, was sie schon alles beim CGH gelernt haben. Und ich durfte auch wieder mit dem netten Mann kämpfen, der versucht hat, mir das Beißen mal richtig schwer zu machen. Er hat ewig die Manschetten hinter Gegenständen versteckt, wohl, damit ich sie nicht sehe. Pöh, ich bin mit dem Kopf durch diese Gegenstände gedonnert und habe mir meine Manschette gekrallt. Das hat vielleicht Spaß gemacht. Der nette Mann fand das auch so super, dass er noch eine ganze Zeit mit mir gekämpft hat. Gewonnen habe natürlich wieder ich. Habt ihr was anderes erwartet? Ich jedenfalls nicht.


Jumchen bei der Führerverteidigung


Jumchen bei der Korbbewachung

So, ihr Lieben. Frauchen will mit uns allen Schwimmen gehen. Sie hat nämlich die nächsten 3 Wochen Urlaub, und da wollen wir ganz viel zusammen erleben. Ich werde euch dann alles berichten.



Und denkt daran – trotz der Hitze immer schön cool bleiben.....



In diesem Sinne

Euer Rammstein

 

-------------------------------------------------------------

10. Summertime - and the living is easy!

Huhu, ich bin es wieder, Rammstein, „der kleine Mann“, die „Knalltüte“, das „große Ar...loch“.

Heute habe ich meinen ersten halben Geburtstag gefeiert. Na ja, und weil es erst ein halber war, gab es leider noch keine Leberwursttorte mit Würstchen darauf. Aber es ist schon ein tolles Gefühl, sagen zu können, ich werde erwachsen.

Ich bin bereits 58 cm groß und wiege 23,5 kg. Frauchen hat mich beim Tierarzt gewogen, denn hier zuhause funktioniert die Waage mit Herrchen und mir zusammen einfach nicht mehr. Und für Frauchen bin ich definitiv zu schwer geworden.





Tja, was soll ich erzählen? Eigentlich läuft ein Tag wie der andere ab. Ich schlafe schon lange die Nächte durch (immerhin von 23.00 h bis 6.30 h morgens), kann bei Frauchens Abwesenheit durch ihre Arbeit schon 6 Stunden alleine bleiben, spiele viel (mittlerweile auch mit einigen anderen Hunden) und bekomme jetzt genau die gleiche Rohkost für „erwachsene Hunde“ wie die anderen Schäfer, weil ich mittlerweile alles fressen kann. Vor allem samstags die Karkassen haben es mir angetan.

Seit ein paar Tagen habe ich einen neuen Freund hier in unserem Rudel – Bogard, ein knapp dreijähriger Dalmatiner, der seinen Urlaub bei uns zuhause verbringt. Und Bogard duftet vielleicht gut – irgendwie nach Hündin, aber auch etwas nach Rüde. Frauchen faselt irgendwas von „kastriert“, worüber sie wegen Jumchen sehr froh ist. Ich bin jedenfalls total begeistert von Bogard und er von mir auch und wir üben gegenseitig durch Aufreiten, wie es wohl ist, erwachsen zu sein.



Erwachsen oder ein Mann sein......ich weiß nicht, was das ist. Ich weiß nur, dass ich durch mein Verhalten letzte Woche Frauchen ganz schön schockiert habe. In meiner letzten Tagebucheintragung habe ich euch ja erzählt, dass Jumchen krank ist (Frauchen nennt das „läufig“) und nur rumgezickt hat. Tja, aber irgendwie hat sie so total super gerochen, dass ich ihr immer ganz nah sein wollte. Deshalb habe ich es auch immer probiert, habe versucht, auf ihren Rücken zu klettern und auch auf ihren Kopf, weil ich von dort aus so wunderbar an ihrem Popo schnuppern konnte. Aber ich wurde jedesmal von Juma ganz böse verscheucht. Und dann kamen Tage, da durfte ich ihr auch nah sein, weil sie mich nicht mehr abgebissen hat. Aber auf einmal hat Frauchen das verboten. War schon echt komisch. Na ja, und als Frauchen dann duschen war und Herrchen aus Versehen Juma, die getrennt von mir im Wohnzimmer lag, zu mir gelassen hat, da habe ich noch einmal probiert, ihr ganz nah zu sein. Und auf einmal hingen wir beide ganz fest zusammen und konnten uns nicht mehr lösen. Frauchens entsetztes Gesicht, als sie aus der Dusche kam, werde ich so schnell nicht vergessen. Aber sie ist dann zu uns gekommen und hat uns festgehalten und ganz ruhig mit uns geredet. Und da wollte ich dann auch nicht mehr in Panik von Juma weg, sondern habe meinen Kopf auf Frauchens Schoß gelegt und wieder ganz interessiert einer doofen Fliege hinterhergeschaut, die mich genervt hat. Nach fast 10 Minuten hat Juma mich nicht mehr festgehalten und wir waren wieder frei. Frauchen ist dann mit ihr in der letzten Woche 3 x beim Tierarzt gewesen, der ihr Spritzen gegeben hat, weswegen Frauchen ganz traurig war. Nach der zweiten Spritze roch Juma wieder ganz toll – aber Frauchens aufmerksamer Blick und warnende Stimme hat uns davon abgehalten, uns wieder so nah kommen zu wollen.

Seit die Zahnung bei mir durch ist und alle meine Zähne fest an ihrem angestammten Platz sind, machen wir auch wieder regelmäßig SD beim CGH. Ich bin jedes Mal total aufgeregt, wenn ich auf den Platz zum Spielen mit dem netten Mann darf. Ich habe ja schon erzählt, dass er aus Angst vor mir seine Arme und Beine mit Manschetten schützt. Momentan versucht er auch noch krampfhaft, mich mit sogenannten „Accessoires“ vom Beißen abzuhalten. Dabei wedelt er mir dann mit Bändern und Dosen vor dem Gesicht herum und hofft wohl, ich sehe dadurch die Manschetten nicht. Oder er wirft mir Gegenstände vor die Beine und klappert mit so einem komischen Stöckchen und will mir wohl damit Angst machen. Nööö – nicht mit mir. Sonst durfte ich ja immer diese Manschetten von seinem Körper reißen und in Sicherheit bringen. Obwohl ich sie meistens wieder zu diesem netten Mann gebracht habe, der mit mir daraufhin weiter gespielt hat. Am Wochenende musste ich das erste Mal die Kommandos „Halt, Couché, Garde“ befolgen und nach dem Beißen die Manschette loslassen, mich direkt vor den Helfer hinlegen und bewachen. Hach – das Bewachen war meine leichteste Übung. Das Auslassen und Hinlegen funktionierte auch nach zwei Wiederholungen, denn schließlich durfte ich ja direkt danach wieder beißen und ganz zum Schluß die Manschetten wieder vom Körper reißen und wegtragen. Das Training macht nicht nur mir, sondern auch meinem Frauchen wahnsinnig viel Spaß. Auch Jumchen, die ja schon so viel weiter in der Ausbildung ist, macht in ihrer Box Krawall, weil sie in dem Moment neidisch auf mich ist und auch gerne mitmischen möchte.








Die Hitze.....Ist es bei euch auch so ätzend heiß? Frauchen geht mit uns schon morgens um 6.30 h spazieren, weil auch die kranken Schäfer die Hitze überhaupt nicht vertragen können. Apoll ist in der letzten Zeit deshalb öfter umgekippt und hat wieder „Anfälle“ bekommen. Er leidet durch seine schwere Epilepsie einfach höllisch bei diesen Temperaturen. Auch Ömchen Josy mit ihrem schweren Herzfehler ist überhaupt nicht gut drauf. Tagsüber liegen wir deshalb hauptsächlich im kühlen Haus und wagen uns erst gegen Abend wieder nach draußen. Und weil die Speißfässer mit Wasser, die Frauchen für uns auf der Terrasse stehen hat, uns kaum noch kühlen, sind wir zu einer Talsperre gefahren, die hier in der Nähe ist.

Und was soll ich sagen – Wasser ist einfach nur SPITZE! Erst hatte ich ja etwas Schiß – der See war sooo riesig groß und tief und man konnte wirklich nicht sehen, wohin man tritt. Aber als Frauchen dann ins Wasser gegangen ist und sich einfach von mir entfernt hat, da habe ich Angst um sie gehabt und bin ihr todesmutig hintergelaufen. Frauchen hat das lachend als „Wassergalopp“ betitelt. Pöh – aber immerhin bin ich von der Stelle gekommen und habe Frauchen sogar eingeholt, um mich gleich in ihre Arme zu stürzen, damit sie mir nicht wieder wegläuft. Hinterher hat Frauchen meinen Lieblingsball ins Wasser geworfen – aber von dem wollte ich mich auch nicht trennen. Also bin ich auch ihm hinterhergelaufen........und auf einmal merkte ich, wie sich das Wasser und mein Körper angefreundet haben. Ich brauchte nicht mehr rennen, sondern bin richtig geschwommen. Und jetzt ist Schwimmen meine große Leidenschaft geworden. Ich habe seit der Zeit viele Gegenstände aus dem Wasser vor dem Ertrinken bewahrt. Auch Gegenstände, die unter Wasser waren.

 







So, das war es mal wieder für heute. Weil es heute nicht so heiß ist, wollen wir gleich noch eine größere Runde durch den Wald machen.

Bis zum nächsten Mal.......und ich wünsche euch bei der Hitze immer einen halben Meter Wasser unter dem Bauch zum Kühlen



Euer Wasserhund Rammstein

 

-------------------------------------------------------------

11. Rammstein - voll Power!

Huhu – ich bin wieder da! Rammstein, Knalltüte, gr.....Ar...loch, kleiner Mann. Und seit neuestem auch noch Oskar aus der Tonne. Und bevor ich es vergesse – ich bin seit heute 7 Monate alt, wiege 25 kg und bin jetzt 61 cm groß.



Und Frauchen besteht darauf, dass ich ab sofort in mein Tagebuch eine Liste der Dinge aufführe, die ich seit der letzten Tagebucheintragung zerstört habe. Das ist überhaupt nicht viel und meine Gründe hierfür sind wirklich vollkommen plausibel:

Meine Hundebox im Bulli (2 Stützbalken habe ich komplett zernagt und die Iso-Matte ist auch endgültig hin – pah! Könnt ihr euch mich in einem Knast vorstellen? Unverschämtheit!),

1 Paar Pantoffeln von Herrchen (hat er wieder mal nicht weggeräumt – habe ich dann für ihn endgültig und dauerhaft erledigt),

1 kg tiefgefrorenes Fleisch (war doch sowieso für uns Hunde bestimmt – und die anderen Stinker sind eindeutig zu dick. Ich habe mich nur ihrer erbarmt),

eine Portion Lasagne (das Abendbrot von Herrchen – seine Hosen kneifen auch schon),

1 Oberbett (für die kältere Jahreszeit hätte das sowieso nicht mehr gereicht,

2 Sofakissten (diese blöden Teil kann man eh nicht waschen – Frauchen hat das jedenfalls immer gesagt),

1 Wolfsong-Hundegeschirr (warum lässt Frauchen mir so etwas auch in der Box um – das schrie ja förmlich danach, vom Körper gerissen zu werden) und

jede Menge Pfandflaschen, egal ob voll oder leer (tja, ich gestehe, dass ich süchtig nach diesen Teilen bin. Die kann man sooooo schön auseinander pflücken und knautschen).



Hm...woher Frauchen diesen Namen „Oskar aus der Tonne“ hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich jetzt bei uns im Dorf so heiße und wegen meiner Leidenschaft schon eine kleine Berühmtheit bin, weil ich ein wahnsinniges Verlangen nach Mülleimern habe. Ja, ja – ich weiß – meine Klobürsten-Zeit ist vorbei. Jetzt bricht eine neue, noch vielversprechendere (leckere) Ära an. Die der grauen Tonne bzw. aller Mülleimer.....



Wenn Frauchen zuhause ist, lässt sie immer die Haustür auf, damit wir rein und raus können, so wie wir wollen. Na ja – und da ich ja ein sehr neugieriger, gewissenhafter und guter Lebensmittel-Spürhund bin, habe ich es mir in letzter Zeit zur Aufgabe gemacht, Mülleimer genauestens auf ihren Inhalt zu untersuchen. In der Wegwerfgesellschaft der Menschen ist es doch für einen Spürhund wie mich wirklich undenkbar, genießbare Dinge einfach in diese große, graue Tonne zu werfen, wo es doch mich, die kleine, vierbeinige, gelbe Tonne gibt. Und als Frauchen an jenem besagten Tag im Haus wuselte, habe ich mich allein auf den Weg gemacht, dieses große Ungetüm mal näher in Augenschein zu nehmen. Es war ein leichtes für mich, den Deckel zu öffnen (da kenne ich mittlerweile noch ganz andere Kaliber). Und weil das Ding ja ziemlich hoch für mich ist, bin ich einfach hineingeklettert. Na ja, ich gestehe, der Oberkörper war nur drin, weil die Mülltonne Gott sei Dank sehr voll war. Und als ich da so herumgekrochen bin, ist dann letztendlich der Mülleimer umgefallen und ich konnte ihn endlich richtig untersuchen und habe alles Ungenießbare quer im Garten verstreut und das Genießbare......ihr könnt es euch ja denken. Leider hat mich wohl unsere Nachbarin verpetzt, indem sie bei Frauchen angerufen und mit unter Tränen lachender Stimme meine guten Werke ausgeplappert hat. Auch hatte sich mittlerweile ein Teil der Dorfbewohner vor unserem Tor versammelt und mein Werk bewundert. Die wollten bestimmt auch was abhaben – aber ich habe mich beeilt, damit sie nichts abbekommen. Na ja, seit der Zeit habe ich zu meinen anderen, tollen Namen noch den Beinamen „Oskar aus der Tonne“ erhalten. Verstehen tue ich das nicht, wie die auf Oskar kommen – ich heiße doch schließlich Rammstein......

Mein Frauchen arbeitet ja in einem Altenzentrum. Und zweimal im Monat nimmt sie Jumchen mit ins Altenzentrum und besucht dort bettlägerige, demenzkranke Menschen oder auch Patienten, die im Wachkoma liegen. Und Jumchen ist bei den Bewohnern schon ganz bekannt und beliebt und bringt die Menschen immer zum Lachen und macht sie glücklich. Und einen Tag durfte ich mitgehen, weil Frauchen hinterher mit uns noch in einen kleinen Tierpark wollte, um mir Kaninchen, Enten, Gänse, Fasane und viele andere Tiere zu zeigen. Ich fand die Menschen im Altenzentrum jedenfalls echt toll. Und was ich alles an Leckerchen dort bekommen habe....... ich wollte da gar nicht mehr weg. Aber Frauchen war der Meinung, dass ich für das Altenzentrum noch nicht reif genug und mein Benehmen noch etwas zu wünschen übrig ließe. Und das nur, weil ich bei einer Bewohnerin ganz intensiv und fasziniert unter dem Rock geschnuppert habe und einer anderen Frau auf den Schoß klettern wollte. Ich war doch wie immer - ganz lieb und kuschelig und etwas neugierig.......Na ja, wir waren jedenfalls auch hinterher noch in dem kleinen Tierpark. Ich finde Tiere, die gar nicht nach Hund riechen, bisher ziemlich langweilig und uninteressant. Frauchen sagt, sie hoffe, dass das auch so bleibe.




Juma hatte garantiert schlimmere Gedanken beim Anblick des Kleinviehs als ich.


Meine erste Begegnung mit Kreaturen aus Neptuns Reich



Frauchen, Juma und ich in dem kleinen Park

Tja, sonst läuft das Leben weiter, wie es sich für einen jungen, pubertierenden Mali einfach gehört – alles tanzt nach meiner Pfeife. Na ja, nicht immer – aber ich tue mein bestes, Frauchen von meinem Handeln und Willen täglich aufs neueste zu überzeugen. Bei den anderen Schäfern bin ich schon der Boss – einzig Jumchen verweist mich mehrmals täglich immer heftiger in meine Schranken. Diese Ziege ist aber auch wirklich ein verdammt harter Brocken. Anstatt mir das Spielzeug freiwillig zu überlassen, was sie sich geholt hat, fechten wir z.T. erbitterte Kämpfe aus. Zwischendurch meint auch Ömchen Josy, noch mitmischen zu müssen. Aber sie lässt uns ganz schnell in Ruhe, wenn sie merkt, dass es ernst wird. Und wer gewinnt immer noch? Leider Jumchen. Noch......


Josy, Jumchen und ich kloppen uns um die Reste eines Balles

 

Das Training beim CGH macht mir immer noch riesigen Spaß. Kaum eine Übungsstunde gleicht der vorherigen. Habe ich bis vor kurzem schon „Halt, couché, garde“ ausführen müssen, so darf ich momentan schon kurze Fluchten ins Bein vereiteln und arbeite mit Manschette und Junghundärmel im Wechsel. Und am Ende des Trainings bewache ich ganz stolz meine erlegte Beute. Toll finde ich auch die neuen Fressübungen, die Frauchen mit mir momentan auf dem Platz macht. Diesmal muß ich sie nicht von der Erde aufheben, sondern muss dann an ihrer linken Seite ganz dicht an ihrem Bein gehen und dafür kann ich mir dann aus ihrer Hand Wurststückchen klauen. Ja, ihr habt richtig gelesen – die darf ich einfach klauen. Immer und immer wieder. Ich glaube zwar nicht, dass Frauchen so begeistert davon ist wie ich, denn sie verzieht oft das Gesicht und reißt ihren Mund auf, als wenn sie „aua“ schreien wollte, wenn ich – ausgehungert wie ich immer bin – aus Versehen statt der Wurst ihre Finger mit im Maul habe. Aber ich finde diese Fressübung aus der Hand genauso toll wie von der Erde.

.





Richtig happy war ich, als vor einigen Wochen mein Papa und meine Mama bei uns im Verein zu Besuch waren und auch dort trainiert haben. Ich habe sie gleich wieder erkannt. Frauchen ist der Meinung, dass ich von der Farbe und Zeichnung mehr nach meiner Mutter komme.


Mein Papa Paky´s bringt den lieben Mann, der weglaufen wollte, wieder zu uns


Meine Mama Clia


Der sonst so liiebe, andere Mann wurde frech zu meiner Mama - da mußte sie ihm erst mal zeigen, daß so ein Benehmen bei uns nicht geduldet wird

Letztes Wochenende war Frauchen mit uns auf einem Hunderennen. Das fand in dem Verein statt, in dem Frauchen auch mit den Welpen und Junghunden arbeitet. Cora, die graue DSH, und ich sind auch gestartet. Das war eine komische Sache. Ein fremder Mann hat mich festgehalten, und Frauchen ist weggelaufen. Und dann hat der Mann mich losgelassen, und ich bin gaaanz schnell zu Frauchen gelaufen, die sich wahnsinnig gefreut hat, mich zu sehen. Warum sie mich nicht gleich mitgenommen hat, kann ich irgendwie nicht verstehen. Jedenfalls war Frauchen ganz stolz auf mich, weil ich den 2. Preis dafür bekommen habe, dass ich so schnell wieder bei ihr war. Ich sag es ja – die Zweibeiner sind manchmal wirklich komisch. Frauchen durfte jedenfalls so einen großen Blechhaufen, der sich Pokal nennt, mit nach Hause nehmen. Na ja, jedenfalls war es echt interessant und wahnsinnig aufregend mit all den vielen Hunden und Menschen.





Apropos fremde Hunde – hm.....momentan liegen Frauchen und ich im Clinch darüber, wie ich mich fremden Hunden bzw. Artgenossen in meiner Altersklasse gegenüber zu verhalten habe. Ich finde es eigentlich meinem Alter und meinem Rang gegenüber gerechtfertigt, ruhig mal den anderen Hunden durch Körpersprache (wie Kopf auf den Rücken des anderen legen oder sich seitlich vor andere Hunde zu stellen) zu signalisieren, was ich für ein propperes Kerlchen bin. Frauchen ist darüber überhaupt nicht glücklich, vor allem, wenn sie sieht, dass die anderen Hunde mit meiner Einstellung z.T. überhaupt nicht einverstanden sind und ich sie gleich auf meine liebenswerte Art in ihre Schranken weisen möchte. Dabei muss ich doch in meinem Alter schon mal langsam antesten, wie stark ich bin und wie ich andere mit meiner Persönlichkeit überzeugen kann. Das sieht Frauchen aber leider ganz anders und sie sagt immer wieder, ich würde mich zu einem richtigen großen „Ar.....loch“ entwickeln. Na ja – damit kann ich leben.

Wie ihr seht, habe ich eine Menge damit zu tun, meiner Umgebung zu zeigen, dass ich erwachsen werde und mehr mein Leben selber in die Hand nehmen möchte. Ich werde euch jedenfalls demnächst wieder berichten, ob ich mit meinen geheimen Strategien Erfolg habe. Und bis dahin werde ich noch mehr wachsen und reifer werden und mich ausruhen, um Energie für neue Taten zu tanken.



In diesem Sinne......

bis bald

Euer Rammstein

 

-------------------------------------------------------------

12. Rammstein - still crazy after all these months!

„Happy birthday to me, happy birthday to me, happy birthday, lieber Rammstein, happy birthday to me.“ Könnt ihr euch noch an mich erinnern? An den Malinois mit den vielen, vielen Namen? Klingelt es bei dem Namen Rammstein? Dem besten und liebsten Rammstein von meinem Frauchen Gabriela? Oder ist euch der Name „Knalltüte“, „Wuchtbrumme“, „kleines Ar....“ oder kleiner Mann besser geläufig? 12 Monate oder 52 Wochen oder 365 Tage oder 8.760 Stunden bin ich heute alt geworden und 65 cm groß und knapp 29 kg schwer. Ein Jahr ist vergangen, seit die Welt sich gravierend verändert hat – sagt Frauchen. Ein Jahr, in dem das Chaos seinen Lauf genommen hat.

Mein Bruder (rechts) und ich im Alter von 5 Wochen. Weil Frauchen damals noch nicht wusste, wer von uns beiden mal den Namen Rammstein bekommt, wurden wir von ihr erst „Wuchtbrumme“ (ich natürlich) und „Irokese“ (mein Bruder) genannt.


Heute habe ich meinen ersten Geburtstag gefeiert – mit allem, was sich für einen richtigen Hundegeburtstag gehört. Mit meiner eigenen Hunde-Geburtstagstorte, bestehend aus einer feinen Leberwurstfüllung und bestückt mit einem dicken Würstchen (für mein erstes Lebensjahr). Eine Torte, nur für mich allein!! Ich habe sie mit Hingabe gegessen (Frauchen brummelt was von „fressen, inhalieren und verschlingen“). Und die anderen Schäfer durften zusehen. Allerdings haben sie als meine Geburtstagsgäste jeder ein Würstchen bekommen, was ich Frauchen sehr übel genommen habe.....schließlich habe ICH doch Geburtstag, oder?. Ich habe mein zweites, wunderschönes, rundgenähtes Lederhalsband bekommen. So eines, was die anderen Schäfer auch haben. Jetzt bin ich endlich erwachsen! Und mein Geburtstagsgeschenk, einen Kong, gefüllt mit Leckereien, durfte ich selber auspacken.

Rammstein mit 10 Wochen


Frauchen hat, bedingt durch ihren Job, kaum noch Zeit, mein Tagebuch zu führen. Sie sagt, mein Tagebuch regelmäßig zu führen, wäre eine Lebensaufgabe für eine Einzelperson und nichts für eine berufstätige Frau mit mir als Hund und 4 weiteren Fellnasen sowie Haus, Garten und Hundesport als Hobby. Dabei hätte Frauchen Schreibstoff für ganze Bücher – so viel Abenteuer und Action bringe ich in ihr Leben.

.....mit 6 Monaten


Jetzt, als erwachsener, junger Mann bin ich geistig und körperlich in dem Alter, in dem es Zeit wird, meine Kräfte mit Artgenossen zu messen. Und mir ist es dabei ziemlich egal, ob es sich da um männliche oder weibliche Artgenossen handelt. Ich dulde momentan einfach keine anderen Götter neben mir und hasse es wie die Pest, wenn fremde Hunde zu Juma oder meinem Frauchen kommen. Und das habe ich eine Zeit sehr lautstark an der Leine verkündet, was mir Frauchen aber rigoros und mit starkem Nachdruck untersagt hat. Aus diesem Grund und um meine Manieren bei Begegnungen mit Artgenossen zu verbessern, geht Frauchen mit mir und Juma momentan einmal wöchentlich in ein Hundeauslaufgebiet hier in der Nähe, was wir normalerweise nie wegen Cora, der grauen DSH, besuchen. Und da treffe ich auf ganz viel Konkurrenz. Na ja, der erste Hund, der beim ersten mal entgegenkam, hatte schon das richtige Kaliber für mich. Ein großer Rüde im besten männlichen Alter (so wie ich). Ich bin also zu ihm hingelaufen und habe mich quer vor ihn gestellt und ihm meine beeindruckende Statur gezeigt, den Kopf leicht gedreht. Und gerade, als ich im richtigen Imponiergehabe herumstolzieren will, dreht der sich um und läuft hinter Herrchen her. Ich habe nur entgeistert hinter ihm hergestarrt. Was für eine Memme.....Frauchen ist währenddessen weitergegangen. An einer Weggabelung trafen wir auf eine ganze Hundegruppe. Endlich Action! Als sich einige Hunde ganz intensiv um Frauchen und auch Juma kümmern wollten, kam mein Einsatz. Ganz steif bin ich zwischen ihnen herumstolziert und habe versucht, sie zu vertreiben. Irgendwie wusste ich gar nicht, mit wem ich mich denn jetzt prügeln sollte. Mir schien, dass einige der Hunde auch nicht abgeneigt waren. Und was macht Frauchen? Anstatt mir bewundernd beizustehen und mich bei meinem Kampf anzufeuern, geht sie einfach weiter. Und ich stehe da, ganz steif vor Imponiergehabe, mit erhobener Rute und einer kleinen Bürste auf dem Rücken, die sich ohne, dass ich es wollte, einfach gebildet hat. Und wusste einfach nicht, was ich jetzt machen sollte. Da die Gefahr ja für Frauchen und Juma jedenfalls für den Moment vorbei war, bin ich ganz schnell hinter ihnen hergelaufen. Tja, da haben die anderen Hunde echt noch mal Glück gehabt. Und auch bei späteren Besuchen war es mir bisher irgendwie nie möglich, mich bei der Fülle der Konkurrenz zu entscheiden, wer denn jetzt mal von mir gemaßregelt werden soll.

.....mit 8 Monaten


Na ja, auch wenn ich jetzt ein Jahr alt bin – Frauchen besteht darauf, dass ich die Liste der Dinge, die ich zerstört habe, auch weiterführe. Pah......das ist doch alles Kinderkram gewesen. Hihi, mal sehen, was die Zukunft bringt. Und weil der Zeitraum seit dem letzten Eintrag in mein Tagebuch so lange her ist, hat Frauchen einiges davon Gott sei Dank vergessen. Das, was sie noch weiß, hat sie leider durch Fotos belegt:

1. Frauchens Brille (280 Euro......Frauchen läuft beim Schreiben rot an und presst wütend die Lippen aufeinander) – dabei wollte ich doch nur mal sehen, ob sich meine Sehstärke damit auch verbessert......na ja, NACHDEM ich sie auf Geschmack und Konsistenz untersucht habe, muss ich das leider verneinen.

2. Eine alte Bibel von 1895 (ein Familienerbstück.....Frauchens Gesichtsfarbe ändert sich immer noch nicht) – der Grund, dass ich endlich auch auf einen Heiligenschein durch das Verspeisen der Bibel gehofft habe, funktioniert bei euch wohl auch nicht, oder?

3. Ein supernagelneues K9-Geschirr. Sah echt toll an mir aus. So toll, dass ich es mir gerne von ganz nahem ansehen wollte. Und es mir (wo, natürlich?) in der Box innerhalb von 5 Minuten vom Leibe gerissen habe. Na ja – auch der Sattler hat nur gegrinst und den Kopf geschüttelt – Reparatur unmöglich.

4. Und mein erstes rundgenähtes Lederhalsband, welches ich eigentlich zum Geburtstag bekommen sollte und was Frauchen mir aber eine Woche eher gegönnt hat. Na ja, ich habe es mir jedenfalls nicht so richtig gegönnt (schließlich hatte ich ja auch noch nicht Geburtstag, oder?) und es in aller Ruhe in meiner Box über den Kopf gezogen und wie die Leute vom TÜV akribisch getestet, ob es auch den Materialanforderungen eines Rammstein genügt. Hat es eindeutig nicht. Das Halsband ist nur zwei Tage alt geworden. Und irgendwie bringen wir unseren Sattler immer zum Lachen, wenn wir ihn besuchen.....Könnt ihr euch denken, was er sagte? Genau! Reparatur unmöglich!

....mit 10 Monaten


Tja, wenn ich jetzt noch alles aufzählen wollte, kämen wir bestimmt bis Punkt Nr. 100. Frauchens schlechter Erinnerung sei Dank gibt es jetzt zusammenfassend folgende Dinge bei uns nicht mehr:
2 Wolldecken (Jumchen und ich haben sie brüderlich in der Mitte geteilt),
diverse Kissen (diese Teilung funktionierte nicht so richtig),
Frauchen vermisst von 3 Paar Schuhen jeweils einen einzigen (ich sage nichts dazu: Ein Malinois genießt und schweigt),
die Klobürste sieht jetzt aus wie Kojak,
die Brotschneidemaschine habe ich fachmännisch auseinandergenommen und von Krümeln befreit – Reparatur ausgeschlossen,
unserem Untertischgerät (Warmwassergerät) in der Küche habe ich die Nabelschnur zur Steckdose durchgebissen (uiii, Frauchen wechselt die Gesichtsfarbe bei dem Gedanken und wird ganz blass)
und eben der übliche, tägliche malinoische Kleinkram wie Pfandflaschen, ausgerissene Jackentaschen (in denen sich Leckerchen BEFANDEN), geplünderte Mülleimer, ausgeräumte Kühlschränke etc. – alles Dinge, über die es sich doch kaum zu reden lohnt, oder?

.....und mit 12 Monaten mitten in meinem „Rudel“


So, ihr Lieben, das war es für heute. Und weil ich heute ein Jahr alt geworden bin und Frauchen bei dem Gedanken richtig sentimental wird, hat sie ein paar „Babyfotos“ von mir herausgesucht, um sie euch zu zeigen. Gott, ist das peinlich!!!!! Ich verabschiede mich jetzt ganz schnell und überlasse diesen Weiberkram meinem Frauchen.

Bis bald

Euer Rammstein

 

-------------------------------------------------------------

13. Rammstein - auf ein Neues!

Hallo, ihr Lieben. Ich bin es, euer Rammstein.



Erinnert sich noch jemand an mich? Rammstein, die Wuchtbrumme, der Knallkopp, das große Ar....loch und jetzt auch noch Rammbock – alles Namen, die ich mir im Laufe meines Lebens hart verdient habe. Seit der letzten Tagebucheintragung ist mehr als ein Jahr vergangen. Am 30. Januar bin ich 2 Jahre alt geworden. Obwohl ich täglich für neuen Schreibstoff sorge, schafft es Frauchen einfach zeitlich nicht mehr, alles niederzuschreiben. Ist vielleicht auch gut so, denn dann kann Frauchen bei diesen Erinnerungen nicht mehr die Stirn runzeln, böse schauen oder – was noch schlimmer wäre – Vorsorge treffen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Und das wäre einfach schade, denn was ich mache, mache ich aus purer Leidenschaft und im regelmäßigen Rhythmus.



Tja, so ein Jahr ist verdammt lang und sogar mir fehlt manchmal die Erinnerung, die Ereignisse noch irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Frauchen arbeitet regelmäßig mit meiner besten Freundin Juma (dem Streifenhörnchen) und mir im Sport. Mit Juma arbeitet Frauchen aktiv und intensiv im VPG, einer Sportart, in die ich auch „hineingeschnuppert“ habe. Ich liebe das Fährten (= Futter suchen – das übe ich auch mit Erfolg weiterhin täglich zuhause) und den Schutzdienst. Die Unterordnung ist so eine Sache.....könnt ihr euch vorstellen....ICH und Unterordnung? Allein der Name lässt schon meine Nackenhaare nach oben wandern und zaubert ein Lächeln in mein Gesicht......



Aber Frauchen lässt sich nicht beirren und findet immer neue Wege und Mittel, mir diesen verhassten Namen und die damit verbundene Arbeit immer schmackhafter zu machen.



Mit Juma hat Frauchen letztes Jahr auch Prüfung gemacht – eigentlich sollte die schon im Mai stattfinden. Wenn....tja wenn da nicht so ein klitzekleiner Unfall passiert wäre, den *räusper* ich verschuldet habe. Wenn wir unsere täglichen Gassirunden machen, spielt Frauchen auch mit uns mit unseren Bällen. Und jeder der Fellnasen hat seinen eigenen Ball, den er über alles liebt, den er nie jemand anderes überlassen würde und den er solange sucht, bis er ihn wiedergefunden hat. So war es auch an diesem Tag Ende März. Frauchen hat meinen Ball geworfen. Und ich bin, so schnell ich konnte, hinterher, immer den Ball in der Luft im Visier. Und bin gerannt und gerannt, um schneller als der Ball zu sein und ihn aufzufangen, bevor er auf der Erde landet. Nur leider war Juma da im Weg. Die stand da einfach nur so rum und schaute sich in der Gegend um. Und ich schaute in die Luft und bin eben gerannt. Und habe dann Juma volle Pulle umgerannt. Und Jumchen hat geschrieen wie am Spieß und das Hinterteil ganz komisch gedreht. Frauchen hat uns sofort nach Hause gebracht und ist mit Juma in eine Tierklinik gefahren. Dort stellte sich dann heraus, dass der erste Wirbel der Rute gebrochen ist. Und noch wochenlang war unklar, ob die Rute kupiert werden muss oder nicht. Die Rute hing vom Rücken an herunter, und Jumchen hatte Probleme beim Kotabsetzen. Frauchen musste dann die Rute immer säubern, weil Juma sie nicht anheben konnte. ABER – das wäre ja nicht mein Jumchen, wenn sie nicht auch so eine Kämpfernatur wäre – die Rute ist wieder angewachsen – etwas schräg zwar, aber sie ist dran geblieben.



Die Prüfung haben Juma und Frauchen dann im August nachgeholt. Und es hat sich gelohnt, dass ich das hinausgezögert habe – das Resultat war die beste Fährtenarbeit (97 Punkte) und der besten Schutzdienst (98 Punkte) und den 2. Tagessieger – alles mein Verdienst! Na ja, im November wollten die Beiden dann die VPG 2 machen. Und ich traue mich nicht zu sagen, was da passiert ist.....beim Toben einen Tag vorher habe ich irgendwie Juma übersehen (sie ist ja auch so ein kleiner Herder) und ihr ein schmerzhaftes und sehr dickes Hämatom am Kniegelenk verpasst. Öööhm.....diese Prüfung wird jetzt übrigens in 3 Wochen wiederholt. Und irgendwie vermute ich, dass Jumchen und ich Tage vorher unsere Gassirunden voneinander getrennt machen müssen.

Ich kann mich nicht mehr an vieles aus dem letzten Jahr erinnern – aber zwei ganz schlimme Vorfälle bleiben auch mir in Erinnerung.....der Verlust von zweien meiner Kumpels aus unserem Hunderudel. Josy, Frauchens große Hundeliebe, ist im Juli im Alter von knapp 11 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen und Apoll, der einzige Rüde neben mir hier im Rudel, im September mit gerade mal 8 ½ Jahren. Und Frauchen ist immer noch fassungslos und hat viel über den Verlust geweint und tut es auch heute noch fast täglich.

Josy 01.09.1996 – 30.07.2007


Apoll 19.03.1999 – 28.09.2007


Was Frauchen überhaupt nicht vergessen hat ist die Tatsache, dass sie mal eine Liste der Dinge aufführen wollten, die durch mich zerstört wurden......

1.Meine Hunde-Doppelbox von Schmidt – ich habe einen anderen Aus- bzw. Eingang kreiert, als der, der dafür eigentlich vorgesehen war......also diese Holzplatten an den Seiten sind wirklich nicht Mali- bzw. Rammstein-tauglich. Einfach nur lächerlich!

2.Öhm.....das gleiche gilt übrigens auch für die Boxen im WT – diese Alu-Gitter halten den Zähnen eines richtigen Hundes wirklich nicht stand. Die habe ich zusammengedrückt wie eine Zitrone (und kann noch lächeln – die Zähne sind – bis auf einen, der kläglich bei einem Eisengitter versagt hat – noch alle heile).

3.Na ja, auch unseren Sattler besuchen wir hin und wieder, weil mir irgendwie immer diverse Lederhalsbänder oder Geschirre beim Tragen zwischen die Zähne rutschen. Das sind eben alles Klamotten von der Stange und keine wirklich gute Maßarbeit.



Aber wie ich finde, ist die Liste sehr, sehr klein geworden im Gegensatz zu früher.
Tja, und der typische, tägliche Inspektionsgang im Haus durch mich ist doch wirklich nicht mehr erwähnenswert, oder? Da vergisst Frauchen doch bei mir als ihrem Hund zwischendurch immer mal wieder, den Kühlschrank zu sichern. Den Inhalt davon sicher dann ich – in meinem Bauch. Oder Herrchen stellt sich so ein Fertiggericht in die Mikrowelle und vergisst das!!!! Könnt ihr euch das vorstellen? Macht sich ein Essen warm und vergisst das......ich allerdings nicht. Auch wenn die Zweibeiner hier eine neue Mikrowelle gekauft haben, die angeblich kein Hund aufbekommt......ich bin Rammstein! No Problem! Na ja, übrigens sind seit einiger Zeit auch die Gefriertruhe und der Gefrierschrank im Keller abgeschlossen, seit ich meine Inspektionen auch dort erfolgreich aufgenommen habe....*seufz* Aber keine Sorge, verhungern tue ich nicht. Und wenn es das Brot im Brotkorb ist, was dort auf mich wartet oder Herrchens Chips sind, die er vor dem Schlafengehen nicht vom Tisch genommen hat.....ein Jäger wie ich ist immer auf der Lauer und übersieht nichts!



So, ihr Lieben, Frauchen will einen großen Osterspaziergang im Schneeregen mit uns machen. Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest und benutzt beim Ausfindigmachen der Schoko-Eier immer schön eure Augen und die Nase, damit kein anderer sie bekommt....

Euer Rammstein mit Streifenhörnchen Juma und Zimtzicke Cora.

 

-------------------------------------------------------------

14. Rammstein - Schlaraffenland!

Hallo, ihr Lieben,

ich hoffe, ihr erinnert euch noch an mich? An Rammstein und welche Namen man auch immer mir gegeben hat?



2 ½ Jahre bin ich jetzt alt. Und diesmal wollte Frauchen nicht wieder ein Jahr vergehen lassen, um euch etwas aus meinem Leben zu erzählen. Mir wäre es egal – aber Frauchen hat Angst, dass sie dann wieder die Hälfte vergessen hat. Na ja, aber wenn sie es vergisst, kann es ja gar nicht sooooo schlimm und wichtig gewesen sein, oder?



Kennt ihr das Schlaraffenland? Frauchen hat mir davon erzählt und gesagt, dass sei ein wunderschönes Land, ganz weit entfernt von hier, in dem Milch und Honig fließen würde. Tja, und ihr werdet es nicht glauben. Ich habe es gefunden – hier, in meinem Zuhause.

Habe ich mich in der Vergangenheit noch wie ein armer Streuner an den Resten aus dem Mülleimer draußen wie auch drinnen vergriffen und zwischendurch meinen Speiseplan mit abwechslungsreicher Kost aus dem Kühlschrank verbessert, bin ich jetzt endgültig zur Haute Cuisine gewechselt. Und so lernte ich im Laufe der Zeit, die Geheimfächer, die die Zweibeiner Tiefkühlschrank und Gefriertruhe nennen, hier in jedem Raum des Hauses zu orten, zu öffnen und zu leeren. Dabei ist mir meine gute Beobachtungsgabe immer wieder förderlich und so weiß ich genau, wann es sich wirklich lohnt und wann nicht, ihnen einen Besuch abzustatten. So sind allein an nur einem Tag 12 kg Pansen und 1 kg Herz aus der Truhe im Keller in meinem Bauch gelandet. Zwar tiefgefroren – aber das hat dem tollen Geschmack keinen Abbruch getan. So ein Panseneis ist doch gerade bei diesen Temperaturen wirklich nicht zu verachten, oder? Und immer, wenn Frauchen vergisst, alles zu sichern, schlage ich erbarmungslos zu. Und Frauchen straft mich noch am gleichen Tag damit, dass sie mir kein Futter mehr gibt. Hah.......das entlockt mir nur ein müdes Lächeln und ich liege zufrieden verdauend und rülpsend und furzend auf der Couch und seufze nur angesichts der Mahlzeiten, die ich leider im Gefrierschrank zurücklassen musste. Noch....zurücklassen musste. Aber ich weiß ja, wo sie sind und hole sie mir, wenn ich sie will.



Frauchen kann nach meinen Fressorgien nur resigniert zugeben, selber schuld zu sein, weil sie nicht aufgepasst und die Kellertüren abgeschlossen hat. Richtig böse ist sie allerdings geworden, als sie zwar den Kühlschrank wieder mit einem Spanngurt gesichert hat, ich die Tür aber einen Spalt öffnen konnte, die Isolierung der Tür herausgerissen habe und so mit der Pfote an meine begehrten Objekte gekommen bin. Frauchens Wut galt allerdings weniger mir – da war der Zug schon abgefahren, wie sie sagte. Geschimpft hat sie mit Herrchen, weil der sich immer noch vehement weigert, einen festen Riegel an die Gefrier-Kombination zu machen. Herrchen ist eben der einzige, der mich und meine Fressleidenschaft versteht. Und das zeigt mir nur, dass wir Männer immer zusammen halten.



In letzter Zeit hat sich die Damenwelt wahnsinnig für mich interessiert. Auf jedem Spaziergang, auf jedem Weg, den ich entlang ging, haben sie mir ihre geheimnisvollen, atemberaubend schönen Düfte hinterlassen, die mir signalisieren sollten, dass sie mich wollten, mich – Rammstein - nur lieben und auf mich warten würden. Und so habe ich wochenlang zuhause nur hinaus gewollt, hinaus zu den verlockenden Schönen. Und meine Sehnsucht zu ihnen hat mich zwar nicht zum Hungern veranlasst, aber dafür habe ich geseufzt, gewinselt und auch lauthals gesungen und meine Liebe in die Welt hinausgeschrieen und Frauchen so fast an den Rande des Wahnsinns getrieben. Immer wieder wollte ich hinaus, habe draußen nur nach den verführerisch duftenden Damen Ausschau gehalten, wollte überhaupt nicht auf Frauchen gehorchen und war kaum zu bewegen, etwas anderes zu machen als meine Nase in die verführerischen Duftspuren zu setzen und dieser geheimen Sehnsucht zu folgen. Sobald ich in der Ferne nur einen Artgenossen sah, bin ich schnell hingelaufen um zu schauen, ob das meine Angebetete ist. Leider bin ich so auch an einige Konkurrenten geraten, was zweimal fast zu einer handfesten Auseinandersetzung geführt hat. Tja, und so hat mich Frauchen wegen meines Liebes-Ungehorsams zum Leinenzwang verdonnert, der aber zwischenzeitlich aufgehoben ist, weil wir uns arrangiert haben. Ich bin jetzt wieder ihr braver Rammstein...na ja, bis.......



Hier zuhause gibt es eigentlich nichts neues. Momentan verbringt wieder Bogard, der Dalmatiner, seinen Urlaub bei uns. Allerdings sind unsere Spiele nicht mehr so ausgelassen und locker wie früher. Mich plagt öfter die Eifersucht, wenn er mit MEINEM Frauchen schmust, mit MEINER Juma spielt oder sich auf MEINER Couch breit macht.

 

Seit März diesen Jahres macht Frauchen mit mir regelmäßig Mondioring, eine Sportart, die mir wahnsinnig viel Spaß macht. Frauchen hat sich einer kleinen, aber feinen Gruppe Gleichgesinnter angeschlossen und fährt einmal wöchentlich dorthin zum Training. Und selbst in dem Verein, in dem Frauchen mit Juma noch VPG macht, wird sie von den anderen VPGlern bei den Mondioring-UO-Sequenzen voll unterstützt. Ihr mögt es ja kaum glauben – aber die Futterverweigerung ist für mich die einfachste Übung der Welt. Ehrlich! Da können mir Würstchen auf die Nase fliegen, Frikadellen und Leberkäse auf die Pfoten – ich ignoriere das, weiß ich doch ganz genau, wo Frauchen diese Sachen zuhause lagert und wo ich sie mir jederzeit holen kann und das auch mache.





Jumchen hat vor einigen Wochen mit Bravour ihre VPG 2 bestanden, weswegen ich 14 Tage vorher von ihr bei jedem Spaziergang getrennt wurde. Zweimal musste Frauchen vorher schon Prüfungen mit ihr verschieben, weil ich mit meiner heftigen Spielweise Juma diverse Verletzungen (Prellungen und einen Rutenbruch) beigebracht habe. Die VPG 3 steht jetzt auch bald an – aber noch dürfen wir draußen zusammen toben.

Tja, wie ihr seht, ist mein Leben immer noch so aufregend. So, ihr Lieben – bis zum nächsten Mal. Bogards Besitzer sind gerade gekommen, um diesen lästigen Nebenbuhler endlich abzuholen.

Liebe Grüße und immer etwas mehr Futter, als in eure Bäuche passt wünscht euch


.....Euer Rammstein mit Bewegungsmelder Juma und Ömchen Cora.

 

Nachtrag:
Gestern hat Frauchen die Kühl-Gefrierkombination in der Küche mit bestimmt einem Dutzend leckerer Frikadellen aufgefüllt. Und da wir die Futterverweigerung hier zuhause noch nie geübt haben und auch das Kommando dazu im Laufe des Tages nicht ertönte, habe ich mich heute während Frauchens und Herrchens Abwesenheit an der Gefrierkombi zu schaffen gemacht. Ich muß gestehen, daß sie verdammt gut gesichert war. Und heute habe ich das erste Mal etwas Gewalt anwenden müssen. Nur das Knacken des Riegels mit meinen Zähnen hat mir dann die Tür geöffnet und mich an meine begehrten Objekte gebracht. Frauchen war völlig fassungslos, als Herrchen sie an ihrem Arbeitsplatz angerufen und "gepetzt" hat. Jetzt steht momentan die halbe Kücheneinrichtung vor der Gefrierkombination und Herrchen ist zum Baumarkt gefahren, um neue, einbruchsichere Schlösser zu besorgen. Und ich dachte immer, wir Männer halten zusammen....Na ja, sollen sie neue Schlösser dran machen. Ich freue mich darauf..... Auch wenn ich heute Abend wieder kein Futter bekomme - diese Schlacht hat sich gelohnt. Die Frikadellen waren echt köstlich.

Euer Rammstein (der jetzt etwas männlich-wohlgenährter aussieht)

 

 

-------------------------------------------------------------